Reingelesen: „Der Zufall, das Schicksal und ich“ von Moriah McStay

Ausschnitt des Covers von „Der Zufall, das Schicksal und ich" von Moriah McStay
Was wäre, wenn … Moria McStay lässt ihre Protagonistin in „Der Zufall, das Schicksal und ich“ ihr Highschool-Leben ohne Narben im Gesicht durchspielen.

Fiona Doyle hatte, als sie sechs Jahre alt war, einen Unfall mit heißem Fett. Seitdem ist eine Seite ihres Gesichts von Narben gezeichnet. Sie rechnet sich keine Chance bei der Liebe aus und schreibt ihre Frustration darüber in Songs nieder. Doch was wäre, wenn sie nie diesen Unfall gehabt hätte? Dann wäre sie Fi Doyle, die beste Lacrosse-Spielerin der Schule, bis sie sich plötzlich beim Lacrosse verletzt … (La…was? Wikipedia erklärt den Sport mit dem Kescher)

Cover von „Der Zufall, das Schicksal und ich“
„Der Zufall, das Schicksal und ich“ von Moriah McStay ist am 23. August 2019 bei dtv erschienen

Es ist eine interessante Idee von Moria McStay, in einem Buch zwei Geschichten parallel laufen zu lassen, bei denen dieselbe Person erzählt. Nur ein Detail ist anders, doch das verändert die gesamte Geschichte. Dabei treten dieselben Personen auf, nur manchmal als Freunde, manchmal als Bekannte und manchmal gar nicht.

Spannend ist auch, wie es den beiden geht: Fiona bezeichnet sich eigentlich als unglücklich, weil sie wegen der Narben keine Chance hat, findet aber einen Freund und kann auf eine der besten Elite-Unis des Landes gehen. Fi ist eigentlich glücklich, doch dann verletzt und verliebt sie sich. Sie muss der Elite-Uni absagen – auf die sie wegen ihres guten Lacrosse-Spiels gekommen wäre-  und auf eine kleinere gehen.

Ansonsten ist „Der Zufall, das Schicksal und ich“ ein klassischer Coming-of-Age-Roman, der typisch amerikanisch, an der Highschool spielt und irgendwann alle Protagonisten aufs College gehen. Wichtige Themen kommen auf wie Organspenden, werden aber nur angerissen.

Der Schreibstil von Moriah McStay nicht sonderlich fein und manchmal haken die Sätze etwas. Dadurch zieht sich die Geschichte stellenweise.

Unsere Meinung: Interessante Idee für einen Coming-of-Age-Roman, am Schreibstil hapert es leider etwas.

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Schreiben ist nicht einfach, finde ich. Während ich schreibe, muss ich so viel beachten. Ich muss verschiedene Meinungen finden und respektieren, muss Fakten und Fakes auseinanderhalten, muss Experten anschreiben und hoffen, dass sie antworten, und zum Schluss alles in die richtigen Worte fassen. Doch trotzdem macht Schreiben mir Spaß. Am meisten Spaß, wenn ich über Zukunft, Politik oder Umwelt schreibe. Oder wenn ich meine Meinung zu neuer Musik und neuen Filmen kundtue.