Das auf der Erde vorhandene Plastik reicht aus, um den Planeten sechs mal mit Plastikfolie einzuwickeln. Das ist zu viel! Doch was machen wir jetzt dagegen?
Von Niklas Niemann, Klasse 10, Stadtteilschule Oldenfelde

Dass auf massenhaft Plastikmüll in die Umwelt gelangt, interessiert den Großteil derer, die dafür sorgen, leider sehr wenig. Der Profit steht im Vordergrund. Durch diese Geldgier in Kombination mit mangelnder Bildung und schwachen Recycling-Systemen hat sich langsam aber sicher das wohl größte Problem dieser Zeit – neben dem Klimawandel – entwickelt, nämlich Plastikmüll im Meer.

Mikroplastik bleibt für immer

Laut WWF landen jährlich 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastik im Meer. „Das entspricht einer Lastwagenladung pro Minute“, ist auf der Website der Umweltorganisation zu lesen. Aber warum kommt das Plastik überhaupt ins Meer? Dafür gibt es mehrere Gründe? Zum einen gibt es in vielen Ländern, besonders in den ärmeren, keine richtige Müllentsorgung. Auch an Stränden auf der ganzen Welt wird viel Müll liegen gelassen. Zum anderen sind da auch noch eine Menge Schiffe, deren Fischer ihren Müll ins Meer kippen, obwohl es auf der ganzen Welt verboten ist.

Dazu kommt: Plastik ist biologisch nicht abbaubar. Deswegen verrottet es nur langsam und bleibt extrem lange im Wasser. Eine Plastikflasche bleibt beispielsweise mindestens 450 Jahre im Meer, bis sie sich zu kleinerem Mikroplastik zersetzt. Und genau das ist das Problem. Plastik löst sich nicht komplett auf, es bleibt immer Mikroplastik zurück. Man spricht von Mikroplastik, wenn die Kunststoffpartikel kleiner als fünf Millimeter sind.

Müllstudel – Zentren des Unheils

Es gibt fünf große Müllstrudel im Meer – also Müllmengen, die aufgrund von Meeres-Strömungen immer an einer Stelle zirkulieren. Der größte Müllstrudel heißt Great Pacific Garbage Patch und liegt im Nordpazifik. Er ist 700.000 bis mehr als 15 Millionen Quadratkilometer groß. Mikroplastik gelangt früher oder später in die Nahrungskette. Fische fressen das Mikroplastik und der Kunststoff geht dann in die Zellen der Tiere über. Am Ende essen wir den Fisch und somit auch das Mikroplastik. Letztendlich fällt unser immenser Plastikverbrauch also auch auf uns selbst zurück.

Was kann man tun?

1. Man könnte beim Einkaufen Plastiktüten ablehnen.
2. Man könnte Mehrwegflaschen benutzen.
3. Man muss auf Gesetze hoffen. Die EU plant, Plastik zu besteuern.
4. Man könnte Projekte wie zum Beispiel CleanUps unterstützen.
5. Man könnte aber auch einfach seine umweltbewusste Einstellung weitergeben.

Beitragsbild: Auch jede Menge Plastik bleibt in Fischernetzen hängen (c) Matthew Gollop via Pixabay