Meinung

Pelz ist out! Auch Chanel soll tierfreundlicher produzieren!

Warum Tiere quaelen, wenn man auch Kunstpelz tragen kann? (c) Unsplash
Warum Tiere quaelen, wenn man auch Kunstpelz tragen kann? (c) Unsplash
Die Firma Chanel, bekannt unter anderem durch ihre kürzlich verstorbenen Modechef Karl Lagerfeld, überlegt, in Zukunft auf Echtpelz zu verzichten. Wirklich?
Von Felicitas Schwarze, Klasse 8a, Schiller-Schule Bochum

Die bekannte Modefirma Chanel, die bislang immer echtes Tierfell und echte Tierhaut von gehäuteten Mardern und anderen Tieren für ihre Produkte benutzt hat, beschloss nun mit den Worten des Chefs, Bruno Pavlovsky: „Es wird nur noch Haut von Tieren benutzt, die die Lebensmittelindustrie als Abfallprodukte aussortiert“.

Der Chanel Modechef Bruno Pavlovsky hat aber für die Zukunft Pläne, die beinhalten, dass die Firma auf Biotech-Leder umsteigt. Der kürzlich verstorbene, ehemalige Chanel Chefdesigner Karl Lagerfeld argumentierte in der Vergangenheit mit der Aussage: „So lange die Menschen Fleisch essen und Leder tragen, verstehe ich die Botschaft einfach nicht“ gegen Kunstfell-Anhänger. Doch er verlor immer mehr an Zuspruch für Echtfell, da andere bekannte Modefirmen, wie Gucci, Versace, Calvin Klein Echtfell und Echtfedern bei ihren Produkten nicht mehr einsetzen.

Diese Entscheidung begeistert viele junge Menschen und animiert sie wieder, mehr Produkte bei Chanel zu kaufen. Leider wird jedoch nicht die Marder-Häutung im weitentfernten China gestoppt. Es gibt zu viele Kunden und Modefirmen in Asien und Nahost, die weiterhin damit produzieren.

Noch sieht es nicht so aus, als könne die Häutung von Mardern für die Modeproduktion komplett gestoppt werden. Auch die inkonsequente Haltung des Modechefs von Chanel kann als halbherzig verstanden werden. Meiner Meinung nach sollte die Modefirma Chanel eine klare Entscheidung treffen. Ich fände es besser, wenn die Firma die Produktion von Echtfell-Produkten komplett unterließe und nur Kunstfell verarbeiten würde, da hilflose und unschuldige Tiere für Mäntel, Schals, Taschen und mehr sterben müssen. Der konsequente Stop wäre ein kleiner Schritt für Chanel, aber ein ganz großer für die Tierwelt.

Beitragsbild: Guillaume Bolduc via Unsplash

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