Thüringer Jugendliche schwimmen gegen den Strom des Konsums. Bei der Verleihung des Jugendpreises Nachhaltigkeit zeigten sie ihre Ideen.
Von Hanna Lohr

„Was kann man daraus machen?“ – Diese Frage stellte Klarissa Pommening sich, als sie einen leeren Einwegkaffeebecher bei sich zuhause fand. Nach dem Zusammenbringen dieses mit einer Kaffeebohnentüte, einer USB-Lampe und ihrer Kreativität hielt sie schließlich ihr Projekt für die „Mach deine Zukunft Challenge 2018: Aus Alt mach Neu“ in der Hand: die To-Go-Lampe.

Aus ganz Thüringen sendeten Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren die Umsetzungen ihrer Ideen zum Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz ein und ließen diese von der Jury, bestehend aus Mitgliedern des Nachhaltigkeitsbeirats, bewerten. Zur finalen Veranstaltung des Jugendpreises Nachhaltigkeit versammelten sich am 30. November die Schaffer der besten Projekte, die Jury sowie Staatssekretär Olaf Möller im Auftrag der Schirmherrin Anja Siegesmund, Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz. Unter den Aspekten der Nachahmbarkeit, Innovativität, Nachhaltigkeit, aber auch der Präsentation wurden in insgesamt vier Kategorien nach Altersabgrenzung die drei besten Einsendungen gekürt.

Die ersten Plätze wurden mit kreativen Ideen wie dem Umweltspiel „Plasti und Tonni die Mülltrenner“, der Bank „Federschwer Sitzen“ aus recycelten Materialien, der Dekoration des nachhaltigen Ilmpuls Festivals und einem Tauschkiosk des Netzwerks Kollektiv Kubik erreicht. Einen Sonderpreis gewann die St. Franziskus-Schule Dingelstädt mit ihrem regelmäßigen Einsatz für die Umwelt durch verschiedene Projekte und einen jährlichen Umwelttag.

Obwohl nicht jeder Teilnehmer vor der Veranstaltung besonders auf Nachhaltigkeit achtete, inspirierte das umfangreiche, anregende und lehrreiche Finale des Jugendpreises Nachhaltigkeit nun bereits zum zweiten Mal zu einer bewussteren Lebensweise. So begann zum Beispiel die Idee der Klasse 8a des FÖZ Weimar mit einem Skatekurs zur Stärkung des Klassenzusammenhalts und endete mit der Begeisterung für Ressourcenschonung beim Bau eines eigenen Skateboards aus gespendetem Sperrholz. Diese Begeisterung unterstützten die Veranstalter mit einer durchgängig interessanten und thematisch angepassten Veranstaltung, in der selbst die Pause der Jurybesprechung für einen Ausruf gegen Konsum genutzt wurde.

Titelbild: Logo der Challenge (c) Screenshot YouTube