Warum opfern Schülerinnen und Schüler ihre Zeit für eine Schülerzeitung? Wir haben den Empfangsabend der Preisveranstaltung des Schülerzeitungswettbewerbs genutzt, um nachzufragen.

Warum machst du Schülerzeitung?

Daniel

Daniel wusste noch nicht, ob er eine Jubelpose braucht, da nicht feststand, wer den Preis entgegennimmt.

 

Daniel gehört zu der Redaktion von „Wortwechsel“, der Schülerzeitung der Beruflichen Oberschule Erdingen. Sie haben den 2. Preis in der Kategorie Berufliche Schulen geholt.
„Ich studiere mittlerweile und bin gar nicht mehr an der Schule. Aber ich habe es damals gemacht, weil mir selber schreiben sehr viel Spaß gemacht hat. Das ist im normalen Schulunterricht irgendwann nicht mehr so wichtig. Ich habe gesehen, dass man in einer Schülerzeitung selbst kreativ schreiben kann, sich selbst überlegen kann, wovon man gerne erzählen würde. Es hat mir auch einfach Spaß gemacht, mit anderen an diesem größeren Projekt Schülerzeitung zu arbeiten. Ich habe es eigentlich hauptsächlich zum Spaß gemacht und, um es mal auszuprobieren.“

Julia

So wird Julia jubeln, wenn sie ihren Preis bekommt.

Julia ist 19 Jahre alt und kommt aus aus Düsseldorf. Sie ist in der Schülerredaktion der „SUSpekt“ vom St.-Ursula Gymnasium. Sie haben den 2. Preis in der Kategorie Gymnasien gewonnen. 
„Ich mache Schülerzeitung, weil ich schon seit ich klein bin, weil ich Spaß daran habe zu schreiben, aber auch Spaß, meine Meinung mitzuteilen. Ich finde es vor allem in der Schule wichtig, dass die Schüler den Schulalltag mitgehalten. Ich finde, da ist die Schülerzeitung schon immer eine wichtige Institution gewesen. Ich habe letztes Jahr schon Abi gemacht, das heißt, die Schülerzeitung ist für mich schon Vergangenheit. Dennoch ist sie ein wichtiger Teil von mir und ich bin froh, dass ich da immer mitmachen konnte.“

Leif

Leif möchte heroisch jubeln und gibt sich gerne ironisch.

Leif ist Redakteur der „Klecks“, der Schülerzeitung des TMG Daun aus der Vulkaneifel. Sie werden mit dem Preis „Ich und @ich“ der der Stiftung Selbstwertgefühl ausgezeichnet.
„Das ist eine gute Frage. Ich bin seit der fünften Klasse dabei, also seit 8 Jahren. Ich bin über das Zeichnen eingestiegen. Dadurch, dass ich so lange dabei bin, bin ich quasi in den Stammkader reingerutscht. Mittlerweile bilde ich die Neuen in der Schülerzeitung aus. Ich kümmere mich viel um das Layout und das Design der Zeitung und gebe da mein Wissen weiter. Denn davon lebt unsere Schülerzeitung. Das Problem ist, wenn die Leute erstmal gut sind, dann sind sie in der 12. Klasse und schon fast wieder weg. Daher ist es sehr wichtig, dass das Gelernte weitergegeben wird. In einem kurzen Satz: Ich mache Schülerzeitung, weil ich es wichtig finde, dass Nachrichten und Informationen von Schülern für Schüler aufbereitet werden.“

Lilli

Lilli freut sich sehr, einmal in den Bundesrat zu dürfen.

Lilli, 13 Jahre, ist Redakteurin der „Amacke-News“, der Schülerzeitung der August-Macke-Schule in Kandern, das ist in Baden-Württemberg. Sie haben den 1. Preis in der Kategorie Hauptschulen gewonnen. 

„Ich mache Schülerzeitung, weil es mir Spaß macht. Die Erfahrung zu machen, mit anderen Leuten Berichte zu schreiben und ein Heft zu produzieren, ist toll.“

 

Die Interviews führten Julia Sauer und Lukas Wohner.

Titelbild: Julia im Gespräch mit Schülerredakteuren (c) Jugendpresse Deutschland