Viele Kinder träumen davon, einmal vor der Kamera zu stehen. Matilda Hemminger hat das geschafft. Sie spielt bei der Kika-Serie „Die Pfefferkörner“, bei „SOKO Hamburg“ im ZDf und bei der Sesamstraße. Hier erzählt sie von ihren Erfahrungen.

Von Lale Krüger und Shana Hosseini, Klasse 10, Stadtteilschule Oldenfelde, Hamburg

Wenn man Kinderstar werden möchte, ist dann der Einstieg in einer Agentur anfangs besser, oder sollte man lieber eigenständig im Internet oder in der Zeitung nach Angeboten suchen?
In die Zeitung zu gucken, schadet nicht und ist ein guter Anfang. Doch möchte man langfristig in Richtung Film und Schauspielerei gehen, sollte man sich bei einer Agentur vorstellen.

Welche Voraussetzungen sprechen für eine Karriere als Kinderschauspielerin?
Der Spaß und die Freude an der Schauspielerei, sollte im Vordergrund stehen. Man muss sich auch Gedanken darüber machen, ob man unter Nervosität einen Text immer wieder abrufen kann. Ist man überhaupt gut im Texte merken und auswendig lernen? Diese und andere Fragen sollte man sich wohl vorerst stellen, bevor man sich über das Schauspielern Gedanken macht.

Wie sieht der Alltag zwischen Schule, Hobbys und Dreharbeiten aus?
Da meistens in den Ferien gedreht wird, habe ich noch genug Zeit für die Schule und meine Hobbys. Sollte ein Dreh aber mal in die Schulzeit fallen, werde ich dafür freigestellt. Bin ich am Set angekommen, gehe ich ins Kostüm und in die Maske. Den Text gehe ich oft an Tagen davor mit meinen Freunden durch und schaue ihn mir oftmals am Set nochmal an, um Sicherheit zu gewinnen. Um meinen Einsatz nicht zu verpassen, ist es auch wichtig die Texte der anderen Schauspieler zu kennen. Die Nervosität ist am Anfang noch zu spüren, legt sich aber schnell durch die gute und lockere Atmosphäre am Set. Ab jetzt heißt es mit viel Geduld auf meinen Einsatz warten.

Welche besonderen Vorteile und Erfahrungen sammelst du als Kinderschauspielerin?
Ich lerne Menschen kennen und kann in sehr unterschiedliche Rollen schlüpfen, wodurch ich viele Freundschaften schließen konnte. Ich erlange neue Eindrücke und lerne die Sichtweisen anderer Menschen kennen. Nur einmal fiel es mir etwas schwer, mich in eine Rolle hinein zu versetzen. Ich hatte die Aufgabe, einen älteren Mann zu beklauen – ganz verbrechermäßig natürlich. Aber das gehört nun mal auch als Schauspielerin dazu – also nicht das Beklauen älterer Leute, sondern sich in Rollen zu versetzten, die einem eben auch schwer fallen können.

Findest du, dass viel Druck auf dir liegt, oder machst du dir eventuell selber welchen?
Ich selber mache mir keinen Druck, da ich mit viel Spaß und Energie an die Schauspielerei heran gehe. Am Set ist es eher lustig und von Druck ist nichts zu spüren.

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