In einer Zeit des Fachkräftemangels sollte eine Ausbildung der ideale Einstieg in das Berufsleben für viele junge Menschen in Deutschland sein. Doch wie genau sieht eigentlich der Ausbildungsmarkt aus? Gibt es regionale Unterschiede? Wie sieht die Situation in der Hauptstadt aus?

Von Dominic Hartmann, Klasse 17-4, BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft, Berlin

Deutschland hat mit dem Demographischen Wandel zu kämpfen. Die Arbeitergeneration wird immer älter und es scheint so, als wenn es keine jungen Nachfolger gäbe. Viele Berufe stehen kurz vor dem Aussterben. Deutschland braucht schnellstmöglich neue Fachkräfte.

Laut e, Statistik-portal statista.com studieren in Deutschland 2.842.225 Menschen an Hochschulen. Nur 1.321.197 Menschen absolvieren eine Ausbildung. Es entscheiden sich also weniger Leute für eine Ausbildung, obwohl meistens die Voraussetzungen dafür geringer sind als für ein Studium.

Gibt es also einfach zu wenig Bewerber oder eventuell zu wenig Ausbildungsplätze? Will man diese Frage beantworten, fallen einem direkt die regionalen Unterschiede auf.

Laut der Bundesagentur für Arbeit kamen in den Jahren 2016/2017 in Bayern 78 Bewerber* auf 100 Ausbildungsstellen. Viele Stellen blieben also unbesetzt. Der Bewerbermangel ist ebenfalls in Thüringen (83*), Mecklenburg-Vorpommern (83*), Saarland (85*), Baden-Württemberg (87*) und Hamburg (88*) festzustellen.

In Brandenburg kommen 100 Bewerber auf 100 Ausbildungsstellen. In den Bundesländern Sachsen-Anhalt (101*), Rheinland-Pfalz (105*), Bremen (106*), Schleswig-Holstein (107*), Sachsen (109*), Niedersachsen (110*), Hessen (116*), Nordrhein-Westfalen (127*) und Berlin (133*) gibt es ebenfalls mehr Bewerber als Ausbildungsplätze.

Es ist klar festzustellen, dass es regionale Unterschiede gibt und jedes Bundesland mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen hat. Gerade in der Hauptstadt gibt es zu viele Bewerber auf zu wenig Ausbildungsplätze.
Dennoch blieben im Jahr 207 1.200 Ausbildungsplätze in Berlin unbesetzt. Der Hauptgrund dafür ist laut der Industrie-und Handelskammer zu 75 Prozent eine zu geringe Anzahl an qualifizierten Bewerbern.

Der richtige Weg wäre es, die Schüler bereits in der Schulzeit ausreichend aufzuklären. Welche Möglichkeiten haben sie? Was muss man für Welchen Beruf mitbringen?. Außerdem sollte den Schülern bei den Bewerbungsvorbereitungen geholfen werden, sodass es ihnen leichter fällt, sich gut zu bewerben. Denn das Deutschland von morgen sitzt heute in den Schulen.

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