Wie repräsentativ und einheitlich sind die Ergebnisse von Lernstandserhebungen wirklich, fragt sich Johanna. Sie hat das Gefühl, Vergleichsarbeiten sind nicht vergleichbar.

Von Johanna Hubweber, Klasse 8d, Konrad-Duden-Gymnasium Wesel

Lernstandserhebungen mit dem Namen VERA werden bundesweit seit dem Schuljahr 2006/2007 in der dritten und achten Klasse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch durchgeführt. Grund dafür sind Deutschlands miserable Ergebnisse in der PISA-Studie.

Diese Ergebnisse könnte man allerdings auch darauf zurück führen, dass andere Industrieländer im Vergleich zu Deutschland weitaus bessere Voraussetzungen für erfolgreiches lernen erfüllen. In Finnland beispielsweise bestehen die Klassen aus durchschnittlich 15 Schülern, die von zwei Lehrern unterrichtet werden.

Davon ist Deutschland, wo Klassen oft aus rund dreißig Schülern und einem Lehrer bestehen, weit entfernt. Zieht man diese Bedingungen mit in Betracht, ist ein schlechteres Abschneiden Deutschlands in der PISA-Studie verständlicher.

Laut der Qualitäts-und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (Qua-Lis) stellen Lernstandserhebungen allerdings eine wichtige Grundlage für die systematische Unterrichtserhaltung dar. Sie sollen zudem den Lehrern Informationen darüber bieten, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Schülerinnen und Schüler einer Klasse verfügen. Auch ob die fachlichen Anforderungen der nationalen Bildungsstandards und Lehrpläne in den untersuchten Teilbereichen zufriedenstellend sind, will man evaluieren.