Warum wir keine Tiere aus dem Zoohandel kaufen sollten

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Wer sich für ein Kleintier entscheidet, sollte es nicht in einer Zoohandlung kaufen. Diese Tiere stammen häufig aus der Massenzucht und leiden in schlechter Haltung.

Kommentar von Emily Thomas, Klasse 8d, Schiller-Schule Bochum

Immer wieder fallen unerfahrene Tierhalter auf Zoohandlungen herein. Sie glauben, wenn die Gehege sauber sind und im Verkaufsbereich alles ordentlich aussieht, dass sie dort bedenkenlos ein Tier kaufen können. Sie sehen nicht, dass die Gehege viel zu klein und nicht artgerecht eingerichtet sind. Hinzu kommt, dass sie nicht bemerken, wie ungepflegt und krank die Tiere oft sind.

Häufig stammen die Kleintiere in der Zoohandlung aus Massenzuchtanstalten oder von schlechten Züchtern. Dort werden sie in kleinen Käfigen gehalten und die Jungen zumeist viel zu früh von ihren Muttertieren getrennt. Dadurch sind diese Jungtiere oft unsozial, da sie nicht die Chance hatten, von den erwachsenen Tieren zu lernen. Das führt dazu, dass sie nicht mit Artgenossen umgehen können und zu Beißern oder Einzelgängern werden.

Viele Tiere werden in der Zoohandlung nicht nach Geschlecht getrennt. So kann es passieren, dass ein Kleintier verkauft wird, das selbst bereits trächtig ist, obwohl es noch viel zu jung für den eigenen Nachwuchs ist. Zudem wird nicht darauf geachtet, Geschwistertiere voneinander zu trennen, sobald sie die Geschlechtsreife erreichen. Die Folge ist häufig Inzucht, die zu Fehlbildungen führen kann.

Ein weiterer Grund gegen den Kauf in einer Zoohandlung ist, dass die meisten Verkäufer keine Fachausbildung haben und sich nicht gut genug mit Tieren auskennen. Häufig werden den Interessenten kranke und alte Tiere zum Kauf angeboten, die natürlich nicht zuvor dem Tierarzt vorgestellt wurden.

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