Was ist schon die „Lindenstraße“? Für diese Serien würden wir auf die Straße gehen.

Als kürzlich mehrere Hundert Menschen in Köln gegen die Absetzung der „Lindenstraße“ protestierten, hat das bei unseren Jugendreportern nur Schulterzucken hervorgerufen. Für die folgenden Serien würden sie allerdings selbst auf die Straße gehen – auch wenn es in einigen Fällen nicht schon zu spät wäre:

Benjamin Schirrmacher für „Rick and Morty“

Wenn ich gegen die Einstellung einer Serie demonstrieren würde, wäre das „Rick and Morty“. In dieser amerikanischen Zeichentrickserie geht es um einen alten Wissenschaftler namens Rick, der mit seinem Enkel Morty und seinen Erfindungen verrückte Abenteuer in unterschiedlichen Galaxien erlebt. Sie hat einen speziellen Humor und eine große Anzahl an verschiedenen Abenteuern und Geschichten. Außerdem sind die Welt der Serie und die diversen Charaktere einzigartig. Nicht jeder wird die Serie mögen, mich hat sie jedoch immer interessiert und sie unterhält mich noch heute.

Annalena Schwobe für „Löwenzahn“

Woher kommt das Wasser aus dem Wasserhahn? Wie macht man Schokolade und was ist eigentlich Fotosynthese? – Mit solchen Fragen beschäftigt sich „Löwenzahn“ bereits seit 1981. Die Sendung mit dem wissbegierigen Mann aus dem blauen Bauwagen schafft es, nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen schwierige und komplizierte Themen auf eine lustige und spannende Art näherzubringen und zu erklären. Die Sendung prägte nicht nur einen großen Teil meiner Kindheit, sondern auch bereits die meiner Eltern, und gilt somit schon als wahrer Kult des deutschen Fernsehens. Hoffentlich bleibt sie uns noch lange erhalten.

Clara Weiland für „Pretty Little Liars“

„Pretty Little Liars“ handelt von fünf Mädchen, deren Freundin Alison auf rätselhafte Art verschwindet. Von dem Tag an scheint jemand all ihre Geheimnisse zu kennen und sie bekommen mysteriöse Nachrichten von ,,A“. Die Serie hat Suchtpotenzial, jede Folge bedeutete pure Spannung. Als 2017 nach sieben Staffeln Schluss war, gab es viele enttäuschte Gesichter. Gerne hätte man noch weitere Folgen mit den Charakteren mitgefiebert, da sie einem über die Jahre sehr ans Herz gewachsen sind.

Aniko Schusterius für „Gilmore Girls“

Das wohl bekannteste Mutter-Tochter-Gespann der amerikanischen Serienlandschaft bedeutet für mich ein Stück Kindheit. Die Serie glänzt vor allem durch ihre schnellen und witzigen Dialoge. Zahlreiche popkulturelle Bezüge geben der Handlung eine zweite Bedeutungsebene, die es durch mehrmaliges Ansehen zu verstehen gilt. Zudem gibt es jede Menge Liebeschaos, Streits, Versöhnungen, stets gut gemischt mit Rorys ehrgeizigem Weg in den Journalismus.

Leonie Wendt für „Stranger Things“

Meine absolute Lieblingsserie, sie hat mir die letzten Herbstferien versüßt! Alle meine Freunde waren im Urlaub und ich habe nach einer guten Beschäfttigung gesucht, bei der man an regnerischen Herbsttagen das Bett bestenfalls gar nicht erst verlassen muss. Nach nicht einmal 10 Minuten war ich begeistert: ein grandioser Cast, Mystik mit tollen Kulissen und herrliche 80er-Jahre-Stimmung mit der passenden Musik. Die Serie spielt in der amerikanischen Kleinstadt Hawkins, in der sonderbare Ereignisse die Bewohner verunsichern. Nach dem Verschwinden von Will versuchen seine drei Freunde das Ganze zu ergründen. Als ich mit beiden Staffeln durch war, hab ich gleich nochmal von vorne angefangen und die Serie bis jetzt mindestens schon fünf Mal geguckt. Ich habe geweint, gelacht und mit den Charakte- ren mitgefühlt. Ich freue mich schon riesig auf die dritte Staffel!

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