Mädchen rosa und Jungen blau? Hallo Geschlechter-Klischees!

rosa Kinder-Fahrrad vor blauem Grund
rosa Kinder-Fahrrad vor blauem Grund (c) pexels.com

Schon als wir Kinder waren, wurde uns beigebracht, welches Geschlecht mit Barbies spielen darf und welches mit Autos. Abweichungen von der „Norm“ nehmen viele noch im Erwachsenenalter als seltsam wahr.

Von Lea Giese, Berufliche Schule Burgstraße, Hamburg

Ein Junge in einem rosafarbenen Kleid? So etwas sieht man heutzutage eher selten und wenn, dann wird das eher verständnislos beäugt. Uns wird schon als Kindern beigebracht, Jungen tragen blaue Kleidung, spielen Fußball und mit Autos. Alles andere scheint zu extravagant und passt wohl nicht in unsere Gesellschafft.

Auch im Teenager-Alter geht es weiter mit dem Geschlechterrollendenken. Schminke und pinke Accessoires dürfen bei keinem Mädchen fehlen. Und danach heißt es „Mach dich bloß nicht schmutzig!“. Das dürfen nur die Jungen.

Wir sprechen davon, in einem demokratischen Land leben zu wollen – frei und ohne Zwänge. Dazu gehört aber auch, nicht über solche zu urteilen, die nicht sind wie man selbst. Die aus der Masse herausstechen, sollte man bewundern, statt sie zu verachten. Diese Menschen zeigen wahre Stärke, indem sie sich trotz Vorurteilen und negativen Blicken trauen, auf die Straßen zu gehen.

Leben und leben lassen!

Warum sollte nicht jedes Mädchen auch mit Autos spielen dürfen, mit Jogginghose und Cap durch die Straßen laufen und dabei laute Musik hören? Und warum sollte sich nicht ein Junge eine Puppe zum Geburtstag wünschen dürfen? Wir alle sind unterschiedlich. Doch wir haben eines gemeinsam: Wir haben nur ein Leben und das sollten wir ohne Einschränkungen leben können.

Also Mädels, spielt im strömenden Regen Fußball! Und Jungs, vergesst nicht, auch ihr dürft euch für Mode interessieren! Früher war es übrigens gang und gäbe, dass Jungen rosa trugen und Mädchen blau. Denn die Farbe rosa war die Vorstufe von rot und stand somit für Macht und Kampf. Blau hingegen wurde dem weiblichen Geschlecht zugeordnet, es war die Farbe der Mutter Gottes. Maria trägt heute noch in vielen Krippen blau.

Also liebe Gewohnheitstiere, jeder lebt sein Leben nur einmal. Daher sollte man diese Zeit nutzen, um so zu leben, wie es einem selbst gefällt. Leben und leben lassen.

Beitragsbild: pexels.com

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Von Reinickendorf bis Bochum, von Fulda bis Ottensen – überall schreiben Schülerinnen und Schüler Artikel über das, was um sie herum passiert. Jeder und jede aus ihrer eigenen Sichtweise, mit eigener Meinung und eigenem Schwerpunkt. Bei all den Unterschieden eint sie, dass sie mit ihrer Klasse an MEDIACAMPUS teilnehmen, dem medienpädagogischen Projekt der Funke Mediengruppe. Das erlernte Wissen wenden sie dann praktisch an, indem sie erste journalistische Texte schreiben. Auf funky können sie die Früchte ihrer Arbeit präsentieren.

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