Ja, Influencer beeinflussen uns – denn das ist ihr Beruf

Frau haelt Kaffee und Smartphone
Frau haelt Kaffee und Smartphone (c) pexels.com

Die Medien diskutieren den Beruf „Influencer“ massiv. Zu recht? Der Grat zwischen Inspiration und Werbung ist jedenfalls schmal

Von Milica Stanojic, Klasse 8d, Helene-Lange-Gymnasium Hamburg

Nahezu jeder Jugendliche folgt heutzutage Influencern auf Instagram oder YouTube. Doch nicht jeder ist sich der Tatsache bewusst, dass „to influence“ übersetzt „beeinflussen“ bedeutet.

Ein Problem? Zumindest sollte man wissen, worin die „Arbeit“ von Influencern besteht: Namhafte Unternehmen schicken den berühmteren ihre Produkte. Die wiederum zeigen uns in ihren Videos oder auf ihren Fotos, wie toll etwa die teure Markentasche ist. Und zack: Sie steht auf unserem Wunschzettel. Wenn ein Influencer mit einer Firma kooperiert, kann er auch ausgewählte Produkte der Firmen verlosen. So stellt er das Produkt im Internet zur Schau und bekommt dafür Geld von der Firma. Auf YouTube müssen solche Clips übrigens mit dem Hinweis „Werbevideo“ versehen werden, sonst können sie als Schleichwerbung angesehen werden.

Eine der bekanntesten YouTuberinnen Deutschlands ist Bianca Heinicke mit ihrem Kanal „Bibis Beauty Palace“. Sie hat aktuell mehr als 4,8 Millionen Follower und arbeitet mit vielen bekannten Sponsoren zusammen. In einem Interview mit Stefan Raab hat sie behauptet, dass sie das nicht des Geldes wegen mache, sondern aus Spaß daran. Trotzdem könne sie davon leben.

Influencer ist also durchaus ein Beruf – ein sehr gut bezahlter sogar, wenn man Erfolg hat. Die Influencer bauen eine persönliche Bindung zu uns auf, werden zu unseren Idolen – und bringen uns unterschwellig dazu, die Produkte, die sie vermarkten, zu kaufen. Daher sollte man nicht vergessen: Wir entscheiden, wem wir folgen. Der Grat zwischen Inspiration und Beeinflussung ist dabei sehr schmal.

Beitragsbild: pexels.com

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Von Reinickendorf bis Bochum, von Fulda bis Ottensen – überall schreiben Schülerinnen und Schüler Artikel über das, was um sie herum passiert. Jeder und jede aus ihrer eigenen Sichtweise, mit eigener Meinung und eigenem Schwerpunkt. Bei all den Unterschieden eint sie, dass sie mit ihrer Klasse an MEDIACAMPUS teilnehmen, dem medienpädagogischen Projekt der Funke Mediengruppe. Das erlernte Wissen wenden sie dann praktisch an, indem sie erste journalistische Texte schreiben. Auf funky können sie die Früchte ihrer Arbeit präsentieren.

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