Die Komödie am Altstadtmarkt ist ein umtriebiges Theater. Geleitet wird es von Florian Battermann, der im Gespräch mit der 8b erzählt, wie sein Theater funktioniert.
Von Finnja Marbach, 8b, Gymnasium am Bötschenberg
Auf Einladung der PSD Bank Braunschweig, dem Partner von funky und MEDIACAMPUS konnten die Schülerinnen der Klasse 8b des Gymnasiums am Bötschenberg die Komödie am Altstadtmarkt besuchen.
Florian Battermann ist Leiter des Theaters sowie Dramateur, Regisseur und stellenweise Autor der Stücke: alles in einer Person. Erfahrung und Übung seien wichtig zum Schreiben eines Stückes, denn vom ersten Gedanken bis zum Verfassen der Dialoge können manchmal Jahre vergehen. Die Leidenschaft für das Theater entdeckte er schon während der Schulzeit. In seiner Karriere stand er bis zum heutigen Zeitpunkt schon über 1.800 Mal auf der Bühne.
Fast 500 Vorstellungen pro Jahr
Seit 16 Jahren können sich Besucher im Privattheater „Komödie am Altstadtmarkt“ auf insgesamt 307 Plätzen jährlich 450 bis 500 Vorstellungen ansehen. Zusätzlich finden 150 Auftritte auf Tournee statt. Ein Stück wird sechs bis sieben Wochen lang gespielt. Die Einnahmen steigen, da das Publikum nichts verpassen möchte. Große Renner sind momentan zum Beispiel „Honig im Kopf“ und die „Feuerzangenbowle“. In kälteren Monaten kommen mehr Zuschauer als im Sommer, um die Komödien zu bestaunen.
In den amüsanten und lustigen Dramen werden auch ernste, wichtige und politische Themen behandelt. „Eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor macht den richtigen Reiz. Schadenfreude ist die beste Freude“, äußerte sich Battermann. Die Thematik sei immer entscheidend für die Menge des Kartenverkaufs. Einmal im Jahr findet ein Weihnachtsmärchen für Kindergartengruppen und Grundschulklassen statt, außerdem gab es schon Spendenaktionen für Unicef und die Alzheimer-Stiftung.
Der Regisseur ist das oberste Glied
Die Ausbildung eines Schauspielers dauert an einer privaten oder staatlichen Schauspielschule vier Jahre. Dort lernen sie unter anderem Singen, Tanzen und Schauspielern. Das Ensemble ist nicht festgelegt, die hauptberuflichen Schauspieler werden je nach Rolle ausgewählt und eingestellt. In einzelnen Fällen werden auch Castings durchgeführt. Für jedes Stück sind vier Wochen Probezeit vorgesehen, davon sechs Tage die Woche vier bis sechs Stunden am Tag. In diesem Zeitraum werden für die auswärtigen Darsteller Gastwohnungen zur Verfügung gestellt.
Drei Tage vor Premiere wird mit dem endgültigen Bühnenbild, welches circa 10.000 Euro kostet, geprobt und gespielt. Berühmte Schauspieler erhalten eine Gage von etwa 600 Euro pro Abend, während eher unbekannte Künstler mit ungefähr 100 Euro nach Hause gehen. Auch bei Krankheiten oder Verletzungen werden die Rollen nicht doppelt besetzt. Schauspieler können sich mit Ideen in ihre Rolle und das gespielte Stück einbringen, doch der Regisseur ist das oberste Glied, welches Entscheidungen trifft. Es gibt in diesem Theater keine Maskenbildner und keine Souffleuse, die Schauspieler sind eigenverantwortlich für Maske und Textsicherheit zuständig.
Für mich war dieser Tag sehr aufschlussreich, da ich viele neue Eindrücke und Informationen über den Beruf des Schauspielers dazu gewinnen konnte. Und das, obwohl ich selbst bereits seit neun Jahren im Musiktheater bei der Kreismusikschule Helmstedt auf der Bühne stehe.
Titelbild: Unsplash
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Fast 500 Vorstellungen pro Jahr
Seit 16 Jahren können sich Besucher im Privattheater „Komödie am Altstadtmarkt“ auf insgesamt 307 Plätzen jährlich 450 bis 500 Vorstellungen ansehen. Zusätzlich finden 150 Auftritte auf Tournee statt. Ein Stück wird sechs bis sieben Wochen lang gespielt. Die Einnahmen steigen, da das Publikum nichts verpassen möchte. Große Renner sind momentan zum Beispiel „Honig im Kopf“ und die „Feuerzangenbowle“. In kälteren Monaten kommen mehr Zuschauer als im Sommer, um die Komödien zu bestaunen.
In den amüsanten und lustigen Dramen werden auch ernste, wichtige und politische Themen behandelt. „Eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor macht den richtigen Reiz. Schadenfreude ist die beste Freude“, äußerte sich Battermann. Die Thematik sei immer entscheidend für die Menge des Kartenverkaufs. Einmal im Jahr findet ein Weihnachtsmärchen für Kindergartengruppen und Grundschulklassen statt, außerdem gab es schon Spendenaktionen für Unicef und die Alzheimer-Stiftung.
Der Regisseur ist das oberste Glied
Die Ausbildung eines Schauspielers dauert an einer privaten oder staatlichen Schauspielschule vier Jahre. Dort lernen sie unter anderem Singen, Tanzen und Schauspielern. Das Ensemble ist nicht festgelegt, die hauptberuflichen Schauspieler werden je nach Rolle ausgewählt und eingestellt. In einzelnen Fällen werden auch Castings durchgeführt. Für jedes Stück sind vier Wochen Probezeit vorgesehen, davon sechs Tage die Woche vier bis sechs Stunden am Tag. In diesem Zeitraum werden für die auswärtigen Darsteller Gastwohnungen zur Verfügung gestellt.
Drei Tage vor Premiere wird mit dem endgültigen Bühnenbild, welches circa 10.000 Euro kostet, geprobt und gespielt. Berühmte Schauspieler erhalten eine Gage von etwa 600 Euro pro Abend, während eher unbekannte Künstler mit ungefähr 100 Euro nach Hause gehen. Auch bei Krankheiten oder Verletzungen werden die Rollen nicht doppelt besetzt. Schauspieler können sich mit Ideen in ihre Rolle und das gespielte Stück einbringen, doch der Regisseur ist das oberste Glied, welches Entscheidungen trifft. Es gibt in diesem Theater keine Maskenbildner und keine Souffleuse, die Schauspieler sind eigenverantwortlich für Maske und Textsicherheit zuständig.
Für mich war dieser Tag sehr aufschlussreich, da ich viele neue Eindrücke und Informationen über den Beruf des Schauspielers dazu gewinnen konnte. Und das, obwohl ich selbst bereits seit neun Jahren im Musiktheater bei der Kreismusikschule Helmstedt auf der Bühne stehe.
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