E-Sport: Worum geht es und warum zählt er nicht als richtige Sportart?

Fans des E-Sport wuenschen sich, die Anerkennung als Sportart (c) Unsplash
Fans des E-Sport wuenschen sich, die Anerkennung als Sportart (c) Unsplash
Was ist E-Sport eigentlich? Was ist das Tolle daran? Und warum wird er nicht als Sportart anerkannt? Eine kleine Einführung.
Von Linus Osteroth, Klasse 8a, Gymnasium am Bötschenberg, Helmstedt

E-Sport oder auch Elektronischer Sport integriert sich immer mehr in die heutige Gesellschaft. Ich selber bin sehr fasziniert von dem System, das dahinter steckt und in diesem Artikel möchte ich E-Sport etwas näher erklären. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du schon mal mit E-Sport in Kontakt gekommen sein. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm.

Als erstes sollte man sagen, dass E-Sport ausschließlich elektronisch ausgetragen wird und in Wettkampf-Form stattfindet. Der Hauptbestandteil des E-Sports sind die Turniere. Die Turniere sind meistens sehr ähnlich aufgebaut. Als erstes findet eine Online-Qualifikation statt, an der so gut wie jeder teilnehmen kann. Dann werden zum Beispiel die 100 besten (Top 100) Spieler zu einem lokalen Turnier eingeladen.

Millionen für’s Fortnite spielen?

Aufgrund seines Wettbewerb-Charakters gibt es mittlerweile auch Preisgelder im E-Sport. Diese fangen bei 100 Dollar pro Turnier an und gehen bis zu fünf Millionen Dollar. Außerdem gibt es viele Organisationen und Vereine, die sich auf E-Sport spezialisiert haben. Viele dieser Organisationen sind in Italien und Frankreich ansässig. Diese stellen nicht nur E-Sportler ein, sondern bilden auch talentierte „Anfänger“ in Akademien aus. Diese werden oft durch Turniere „herausgefiltert“.

Auch der gesundheitliche Aspekt spielt eine große Rolle – unter anderem für mich und für viele E-Sportler. Die meisten haben mittlerweile einen geregelten Tagesablauf, der hauptsächlich Training, Sport, Ernährung und Schlaf beinhaltet. Ich selber bemerke durch das regelmäßige abendliche Gaming auch Veränderungen – vor alledem bei dem Thema Schlaf. Ich bemerke Morgens oft einen Unterschied, wenn ich am Abend zuvor etwas mit Gaming zu tun hatte oder nicht. Auch Sport ist sehr wichtig als Ausgleich. Außerdem steigert regelmäßiger Sport merklich die Leistung.

Mich persönlich lockt vor allem die große Abwechslung bei den Turnieren, da es tausende verschiedene Spiele und noch mehr Spielmodi gibt. Außerdem finde ich es sehr verlockend, dass fast jeden Tag ein Turnier stattfindet, was auf die vielen Spiele zurückzuführen ist.

Eine Sportart oder nur Spaß?

Ein offiziell anerkannter Sport muss mindestens zwei dieser Aspekte erfüllen:

1. Sport ist Sport, wenn man sich bewegt
2. Kein Sport ohne Vereine
3. Sport muss ethisch wertvoll sein.

Obwohl E-Sport nach meiner Meinung und nach Meinung des Geschäftsführers von dem Bundesverband für interaktive Unterhaltungssoftware mindestens zwei dieser Aspekte erfüllt, verwehrt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Anerkennung als Sportart. Dies erleichtert die Integration von E-Sport in die Gesellschafft nicht unbedingt, obwohl das für den E-Sport sehr wichtig wäre. Die einzige Möglichkeit wäre eine Aufnahme des Internationalen Olympischen Komitees, denn dann wäre der DOSB rechtlich dazu verpflichtet, E-Sport als Sport anzuerkennen.

Beitragsbild: Florian Olivo via Unsplash

Verwandte Beiträge

Von Reinickendorf bis Bochum, von Fulda bis Ottensen – überall schreiben Schülerinnen und Schüler Artikel über das, was um sie herum passiert. Jeder und jede aus ihrer eigenen Sichtweise, mit eigener Meinung und eigenem Schwerpunkt. Bei all den Unterschieden eint sie, dass sie mit ihrer Klasse an funky teilnehmen, dem medienpädagogischen Projekt der Funke Mediengruppe. Das erlernte Wissen wenden sie dann praktisch an, indem sie erste journalistische Texte schreiben. Auf funky können sie die Früchte ihrer Arbeit präsentieren.