Aikido – eine friedfertige, kunstvolle Kampfsportart

Aikido students are seen during practice A mosaic portraying Muhammad Ali fighting is seen in a cafe in the Nokaut sports bar in Vinnytsia, Ukraine on Jnauary 26, 2018. (Photo by Jaap Arriens/NurPhoto) | Keine Weitergabe an Wiederverkäufer.

Aikido kann mit „Der Weg der Harmonie im Zusammenspiel mit Energie“ übersetzt werden. Die Aikidoka versuchenihren Gegner nicht zu verletzten. Stattdessen wollen sie ihren Gegner zu beruhigen, damit er Einsicht erlangt. Dennoch haben Sie die Möglichkeit, Schäden zuzufügen.

Von Klara Kropsch, Klasse 8G2, Wichern-Schule, Hamburg

„O negai shimasu“ (Japanisch: „Ich mache eine Bitte“) ertönt im Dojo (Trainingshalle) und der Unterricht beginnt. Nach der Begrüßung folgen Aufwärmübungen. Sie bereiten den Körper vor und entspannen. Der Sensei (Meister) führt mit einem Partner die erste Übung vor.

Danach üben meist zwei Partner die Technik miteinander. Eine Person greift an. Die andere wird angegriffen. So üben die Personen im regelmäßigen Wechsel. Die geübten Techniken gliedern sich in drei Teile. In das Aufnehmen der Angriffsenergie, die Weiterführung der Energie bis zum Gleichgewichtsverlust und die Abschlusstechnik. Am Ende des Unterrichts nehmen alle Schüler die korrekte Sitzposition ein. Dann verabschiedet man sich mit den Worten:„Domo Arigato Gozaimas“.

„Das Geheimnis von Aikido liegt nicht darin, wie du deine Füße bewegst, sondern wie du deinen Geist bewegst. Ich lehre euch nicht eine Kampfkunsttechnik. Ich lehre euch Gewaltlosigkeit“. Das ist ein Zitat von Ueshiba Morihei. Zusammen mit Deguchi Onisaburo hat er Aikido durch die Zusammenführung traditioneller Kampfkünste entwickelt.

Im Aikido spielt Körperkraft keine Rolle. Wichtig sind Genauigkeit, Beweglichkeit und Konzentration. Der Angriff wird umgelenkt und nicht abgewehrt. Bei dieser Kampfkunst gibt es nur zwei Gürtelfarben: weiß und schwarz. Deshalb kann man nicht genau wissen, ob eine Person mit einem weißen Gürtel Anfänger oder Fortgeschrittener ist.

Von anderen Kampfsportarten unterscheidet sich Aikido darin, dass es keine Wettkämpfe gibt. Man bekommt einen höheren Gürtelrang durch das korrekte Vorführen der Techniken. Als Fortgeschrittener trägt man über seinem Keiko-Gi (weißer Kampfanzug) einen Hakama. Das ist eine Art Hose, die man entweder erst ab dem ersten Dan oder einem bestimmten Gürtelrang erlangt.

Da Aikido natürliche Bewegungen beinhaltet, gibt es keine Formen. Die Bewegungen sind fließend und elegant. Jedoch ist Aikido kein Tanzkampf oder Yoga. Aikido hat durch die Bewegungen zwar Ähnlichkeiten mit einem Tanz. Dennoch ist es eine komplett andere Sportart und schwerer zu erlernen als andere Kampfkünste.

Durch regelmäßiges Üben gewinnt man an Körpergefühl, Zutrauen und Konzentration. Alles in Allem ist Aikido eine elegante und spannende Kampfkunst für jeden – egal in welchem Alter.

Beitragsbild: Jaap Arriens/ NurPhoto

Verwandte Beiträge

Von Reinickendorf bis Bochum, von Fulda bis Ottensen – überall schreiben Schülerinnen und Schüler Artikel über das, was um sie herum passiert. Jeder und jede aus ihrer eigenen Sichtweise, mit eigener Meinung und eigenem Schwerpunkt. Bei all den Unterschieden eint sie, dass sie mit ihrer Klasse an funky teilnehmen, dem medienpädagogischen Projekt der Funke Mediengruppe. Das erlernte Wissen wenden sie dann praktisch an, indem sie erste journalistische Texte schreiben. Auf funky können sie die Früchte ihrer Arbeit präsentieren.