Die meisten von uns sind schon einmal Trampolin gesprungen. Dass Trampolinspringen aber ein erntszunehmender Sport – sogar bei Olympia – ist, wissen Wenige. Eine Art Interview.
Von Johanna Catón, Klasse 8a, Lise-Meitner-Gymnasium, Hamburg
Sie läuft durch die Turnhalle. Ein Handschlag hier, eine Umarmung da. Mit schnellen und geübten Handgriffen werden Trampoline aufgebaut.
Frederike ist 18 Jahre alt und turnt seit ihrem sechsten Lebensjahr auf dem Trampolin. Eine olympische Sportart mit vorgegebenen Sprüngen, zehnteiligen Übungen und Körperhaltung.
Dreimal die Woche, seit 12 Jahren, steht sie in der Turnhalle des TUS Ottensen und springt dort bis unter die Hallendecke. Seit einigen Jahren ist sie aber auch als Trainerin aktiv und hilft Kindern einen Ausgleich zum Schulalltag zu bieten.
Ich begleite sie einen Abend bei ihrem Training und ihr Enthusiasmus steckt mich gleich an. Bis zu 24 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren trainieren montags, dienstags und donnerstags in der Kinder-und Jugendgruppe des 1893 gegründeten Sportvereins.
Ohne große Erklärungen fangen alle gemeinsam an, aufzubauen, was daran liegen mag, dass ein starker Zusammenhalt in der Mannschaft besteht, wie es im Sport üblich ist. Das Abbauen werden dann die Erwachsenen übernehmen, die später kommen.
Während die Cheftrainer Christian Beermann und Grid Grotemeyer die Kinder mit einem intensiven Aufwärmtraining vorbereiten, habe ich kurz Zeit, mit Frederike über ihre Anfänge beim Turnen zu sprechen.
Auf meine erste Frage, wie sie zu diesem doch außergewöhnlichen Sport gekommen ist, erinnert sie sich: „Ich habe schon seitdem ich laufen kann beim TUS Ottensen geturnt. Irgendwann habe ich aber nach neuen Herausforderungen gesucht und bin dann beim Trampolin gelandet“.
„Es gab aber auch mal ein Jahr, in dem gar nichts gut lief. Ich habe jeden Wettkampf abgebrochen und war total demotiviert. Es hat einfach keinen Spaß mehr gemacht, zum Training zu gehen, weil ich den Sinn hinter dem Training nicht gesehen habe“, erzählt Friederike weiter.
Ich frage sie, ob es im Gegensatz dazu eine besonders tolle Erinnerung gibt, die vielleicht auch zum Weitermachen motiviert hat. „Ich glaube, jeder neue Sprung hinterlässt eine schöne Erinnerung. Aber vor allem mein erster Sieg war ein unfassbar toller Moment. Aber auch das Turnfest 2017 in Berlin wird wohl immer in meiner Erinnerung bleiben“, erinnert sie sich.
Das ist nur allzu verständlich, denn das Turnfest in Berlin war der Höhepunkt des Trampolinsports in 2017 – mit über 80.000 Teilnehmern, 825.500 Besuchern aus ganz Deutschland und 50 verschiedenen Sportarten ein Highlight für jeden Turner.

Ebenfalls in Berlin fand 2017 der jährliche „Berliner-Bären Cup“ statt. Ausrichtender des Wochenendes war der VFL Lichtenrade und teilgenommen haben 25 Vereine aus Deutschland. Wettkämpfe sind ja bekanntlich immer aufregend für Sportler. Doch gerade für neue Jugendliche, die zum ersten Mal außerhalb ihrer Stadt springen dürfen, ist es etwas Besonderes. Wenn dann auch noch dazu kommt, dass es auch Trampolinwettkämpfe mit Finale gibt, ist die Aufregung doppelt groß.
Friederike erzählt mir noch etwas über ihre Wettkampf-Erfahrungen, während sie immer ein wachsames Auge auf die Kinder hat. Diese sind mittlerweile im individuellen Training abgetaucht.
Eine Weile gucke ich den Kids noch beim Turnen zu und bin völlig fasziniert, was für Talente es schon in so jungen Jahren gibt.
Als ich mich dann von Frederike verabschieden muss, nehme ich mir fest vor, wieder zu kommen und mir die Entwicklung dieser Kinder anzugucken. Eine Frage lässt mich aber bis zum Schluss nicht los. „Was genau ist so besonders und faszinierend am Trampolinspringen?“, frage ich Friederike. „Nichts kommt dem Fliegen so nah wie Trampolinspringen. Bei welcher anderen Sportart kannst du sonst knappe zwei Sekunden in der Luft sein?“, antwortet diese.
Beitragsbild: Getty Images
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Von Johanna Catón, Klasse 8a, Lise-Meitner-Gymnasium, Hamburg
Sie läuft durch die Turnhalle. Ein Handschlag hier, eine Umarmung da. Mit schnellen und geübten Handgriffen werden Trampoline aufgebaut.
Frederike ist 18 Jahre alt und turnt seit ihrem sechsten Lebensjahr auf dem Trampolin. Eine olympische Sportart mit vorgegebenen Sprüngen, zehnteiligen Übungen und Körperhaltung.
Dreimal die Woche, seit 12 Jahren, steht sie in der Turnhalle des TUS Ottensen und springt dort bis unter die Hallendecke. Seit einigen Jahren ist sie aber auch als Trainerin aktiv und hilft Kindern einen Ausgleich zum Schulalltag zu bieten.
Ich begleite sie einen Abend bei ihrem Training und ihr Enthusiasmus steckt mich gleich an. Bis zu 24 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren trainieren montags, dienstags und donnerstags in der Kinder-und Jugendgruppe des 1893 gegründeten Sportvereins.
Ohne große Erklärungen fangen alle gemeinsam an, aufzubauen, was daran liegen mag, dass ein starker Zusammenhalt in der Mannschaft besteht, wie es im Sport üblich ist. Das Abbauen werden dann die Erwachsenen übernehmen, die später kommen.
Während die Cheftrainer Christian Beermann und Grid Grotemeyer die Kinder mit einem intensiven Aufwärmtraining vorbereiten, habe ich kurz Zeit, mit Frederike über ihre Anfänge beim Turnen zu sprechen.
Auf meine erste Frage, wie sie zu diesem doch außergewöhnlichen Sport gekommen ist, erinnert sie sich: „Ich habe schon seitdem ich laufen kann beim TUS Ottensen geturnt. Irgendwann habe ich aber nach neuen Herausforderungen gesucht und bin dann beim Trampolin gelandet“.
„Es gab aber auch mal ein Jahr, in dem gar nichts gut lief. Ich habe jeden Wettkampf abgebrochen und war total demotiviert. Es hat einfach keinen Spaß mehr gemacht, zum Training zu gehen, weil ich den Sinn hinter dem Training nicht gesehen habe“, erzählt Friederike weiter.
Ich frage sie, ob es im Gegensatz dazu eine besonders tolle Erinnerung gibt, die vielleicht auch zum Weitermachen motiviert hat. „Ich glaube, jeder neue Sprung hinterlässt eine schöne Erinnerung. Aber vor allem mein erster Sieg war ein unfassbar toller Moment. Aber auch das Turnfest 2017 in Berlin wird wohl immer in meiner Erinnerung bleiben“, erinnert sie sich.
Das ist nur allzu verständlich, denn das Turnfest in Berlin war der Höhepunkt des Trampolinsports in 2017 – mit über 80.000 Teilnehmern, 825.500 Besuchern aus ganz Deutschland und 50 verschiedenen Sportarten ein Highlight für jeden Turner.
Ebenfalls in Berlin fand 2017 der jährliche „Berliner-Bären Cup“ statt. Ausrichtender des Wochenendes war der VFL Lichtenrade und teilgenommen haben 25 Vereine aus Deutschland. Wettkämpfe sind ja bekanntlich immer aufregend für Sportler. Doch gerade für neue Jugendliche, die zum ersten Mal außerhalb ihrer Stadt springen dürfen, ist es etwas Besonderes. Wenn dann auch noch dazu kommt, dass es auch Trampolinwettkämpfe mit Finale gibt, ist die Aufregung doppelt groß.
Friederike erzählt mir noch etwas über ihre Wettkampf-Erfahrungen, während sie immer ein wachsames Auge auf die Kinder hat. Diese sind mittlerweile im individuellen Training abgetaucht.
Eine Weile gucke ich den Kids noch beim Turnen zu und bin völlig fasziniert, was für Talente es schon in so jungen Jahren gibt.
Als ich mich dann von Frederike verabschieden muss, nehme ich mir fest vor, wieder zu kommen und mir die Entwicklung dieser Kinder anzugucken. Eine Frage lässt mich aber bis zum Schluss nicht los. „Was genau ist so besonders und faszinierend am Trampolinspringen?“, frage ich Friederike. „Nichts kommt dem Fliegen so nah wie Trampolinspringen. Bei welcher anderen Sportart kannst du sonst knappe zwei Sekunden in der Luft sein?“, antwortet diese.
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