Wie Gambia vom diebischen Diktator zum friedlichen Präsidenten kam

Wueste
Wueste (c) pexels.com

Diktator auf der Flucht

Zunächst versuchte die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) ihn mit Gesprächen von der Rechtsgültigkeit eines Rücktritts zu überzeugen. Doch er wollte nicht gehen. Die Gespräche mit Yahya Jammeh gingen währenddessen friedlich von statten.

Letztendlich überzeugten die Präsidenten anderer afrikanischer Länder davon Jammeh allerdings davon, dass er keine Chance mehr hätte. Der Diktator von Äquatorialguinea bot ihm, seiner Familie und seinen treuen Anhängern Asyl in seinem Land an, was Yahya Jammeh lauch annahm.
Allerdings verließ er das Land alles andere als spurlos: Er plünderte die Staatskasse von vielen Millionen US-Dollar. Sogar zwei Flugzeuge, eines davon beladen mit Luxusautos und anderen Schätzen, nahm er mit.

Friedlicher Zusammenhalt und Gambianern

Besonders bemerkenswert ist aber das Verhalten der gambianischen Bevölkerung. Während diesen ganzen schwierigen Monate blieben die Menschen erstaunlich ruhig. Es gab keinerlei Unruhen, keine Plünderungen und keine Kämpfe zwischen den einzelnen Volksgruppen.
Auch auf die bevorzugte Volksgruppe Jolah, der der ehemalige Präsident Jammeh angehörte, gab es keine Übergriffe.

Die meisten Gambianer hielten im Protest friedlich zusammen. Die Mitarbeiter der öffentlichen Dienste gingen beispielsweise kollektiv nicht zur Arbeit. Das öffentliche Leben lag still. Eine besonders mutige Gruppe von Gambianern verteilte T-Shirts mit dem Aufdruck „GAMBIA HAS DECIDED“ an die Bevölkerung. Dies war ein stiller, jedoch deutlich effektiverer Protest. Am Ende ist es Gambia glücklicherweise gelungen, eine Diktatur friedlich zu beenden.

Beitragsbild: pexels.com

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