2016 gelang dem winzigen afrikanischen Staat Gambia ein friedlicher Machtwechsel. Wie Gambia vom diebischen Diktator zum friedlichen Präsidenten kam.
Von Jalika Kanteh, Schillerschule Bochum
Mit seinen knapp Zwei Millionen Einwohnern und seinen 11000 Quadratkilometern ist Gambia der kleinste Staat des afrikanischen Festlandes und somit noch kleiner als Schleswig-Holstein. Trotzdem war die Wahl Ende 2016 von sehr hoher Bedeutung, denn der langjährige, zuletzt abgewählte Diktator Yahya Jammeh musste den Präsidentenposten räumen.
22 Jahre Diktatur
Er hatte Gambia 1994 durch einen Militärputsch übernommen. 22 Jahre lang regierte Jammeh das Land diktatorisch. Trotz dessen haben sich seitdem auch einige Dinge in Gambia verbessert. Unter anderem konnten ein Verbot für Plastiktüten, ein Verbot von Mädchenbeschneidungen und ein Verbot von Kinder-Zwangsehen durchgesetzt werden.
Yahya Jammeh wurde im Dezember 2016 abgewählt und hatte seine Niederlage gegen den bis zu diesem Zeitpunkt nicht allzu bekannten Adama Barrow zunächst eingestanden. Fast keiner hatte mit der Niederlage und der Reaktion des Diktators gerechnet – er wahrscheinlich am wenigsten. Barrow gewann die Wahl jedoch mit 45 Prozent der Stimmen.
Wunsch nach Wahl-Wiederholung
Bevor Adama Barrow als Präsident von Gambia kandidierte, war der 51-jährige Bauunternehmer – dazu auch noch ein ziemlich erfolgreicher. Außerdem war er einige Jahre lang sogar Mitglied in der Oppositionspartei United Democratic Party (UDP).
Eine Woche nach der Wahlniederlage vom 1. Dezember 2016 änderte der ehemalige Präsident Yahya Jammeh seine Meinung zum Wahlergebnis, reichte Klage gegen die Wahl ein und verlangte eine Wahl-Wiederholung.




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