Ältere Generationen haben viel an der Jugend auszusetzen – besonders, wenn es um’s Benehmen geht. Doch woher haben Kinder schlechte Manieren eigentlich?
Von Lara Meinicke, Klasse 9e, Gymnasium Meiendorf, Hamburg
„Die Jugend heutzutage ist unhöflich und undiszipliniert. Jugendliche wissen nicht mehr, was gutes Benehmen ist“, hört man oft von älteren Generationen.
Aber woran liegt das? Wer erzieht die Kinder? Wer hat Einfluss auf ihre Entwicklung? Sind es nicht die Erwachsenen? Sind es nicht zum größten Teil die Eltern, die sich Kinder zum Vorbild nehmen?
Gutes oder schlechtes Benehmen kommen nicht von allein. Wenn die Jugendlichen erst einmal in der Pubertät sind, grenzen sie sich natürlich ab. Doch die entscheidenden Entwicklungen sind schon vorher passiert. Die Kindheit prägt uns stark. In dieser Zeit schauen wir uns so gut wie alles von den Eltern ab.
Diese sitzen abends am Tisch mit ihren Kindern und lästern zum Beispiel über die Nachbarn oder Arbeitskollegen. Denn auch an genau solchen Kleinigkeiten nehmen sich Kinder ein Beispiel. Gibt es Erwachsene, die alles richtig machen und sich immer tadellos benehmen?
Vielen Eltern ist die Wirksamkeit ihrer Vorbildfunktion nicht bewusst. Auch wenn man nicht aktiv erzieht, ist jede Handlung im Beisein des Kindes ein Teil der Erziehung und Sozialisierung. Gutes wie schlechtes Benehmen stecken eben an!
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