Jule Noike, funky-Jugendreporterin
Es gibt wieder eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Diesmal geht es um einen Ernährungstrend. Wusstest du, dass „High Protein“ mit Vorsicht zu genießen ist?
„High Protein“ steht heute auf Puddings, Chips, Riegeln und sogar Eiscreme. In den sozialen Medien zeigen Fitness-Influencer:innen täglich ihre proteinreichen Mahlzeiten und machen Werbung für eiweißhaltige Produkte. Doch bedeutet mehr Protein wirklich automatisch mehr Muskeln, bessere sportliche Leistungen und gesundheitliche Vorteile?
Proteine übernehmen sehr viele wichtige Aufgaben im Körper und werden auch die Bausteine des Lebens genannt. Als Hauptbestandteil von Muskulatur, Knochen und Haut sorgen sie für Form, Dichte und Elastizität. Eiweiß liefert die notwendigen Bestandteile, damit Enzyme den Stoffwechsel betreiben können und unterstützt auch das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheiten.
Proteine sind also nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch im Körper überall zu finden. Allerdings bedeutet „wichtig“ nicht automatisch „Je mehr, desto besser“. Der Körper kann nur eine bestimmte Menge Protein sinnvoll nutzen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Und auch bei intensivem Krafttraining reichen 1,2 bis 2,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, um effizient Muskeln aufzubauen.
Durch den medialen Fokus auf eine ausreichende Proteinzufuhr geraten außerdem andere wichtige Nährstoffe schnell in den Hintergrund. Gerade beim Sport sind Kohlenhydrate entscheidend, um genug Energie im Training zu haben und Verletzungen zu vermeiden. Auch gesunde Fette sind essenziell, besonders für das Gehirn und den Hormonhaushalt. Davon abgesehen enthalten viele Produkte, die als „High Protein“ angepriesen werden, stark verarbeitete Zutaten und sind oft nicht gesünder als herkömmliche Lebensmittel – dafür aber meist doppelt so teuer.
Wie in so vielen Bereichen des Lebens ist auch beim Thema Ernährung striktes Schwarz-Weiß-Denken der falsche Ansatz. Um langfristig gesund und fit zu bleiben, kommt es nicht auf einen einzelnen „Trend-Nährstoff“ an, sondern auf eine ausgewogene Ernährung, die den Körper mit allem versorgt, was er braucht.
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Proteine sind also nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch im Körper überall zu finden. Allerdings bedeutet „wichtig“ nicht automatisch „Je mehr, desto besser“. Der Körper kann nur eine bestimmte Menge Protein sinnvoll nutzen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Und auch bei intensivem Krafttraining reichen 1,2 bis 2,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, um effizient Muskeln aufzubauen.
Durch den medialen Fokus auf eine ausreichende Proteinzufuhr geraten außerdem andere wichtige Nährstoffe schnell in den Hintergrund. Gerade beim Sport sind Kohlenhydrate entscheidend, um genug Energie im Training zu haben und Verletzungen zu vermeiden. Auch gesunde Fette sind essenziell, besonders für das Gehirn und den Hormonhaushalt. Davon abgesehen enthalten viele Produkte, die als „High Protein“ angepriesen werden, stark verarbeitete Zutaten und sind oft nicht gesünder als herkömmliche Lebensmittel – dafür aber meist doppelt so teuer.
Wie in so vielen Bereichen des Lebens ist auch beim Thema Ernährung striktes Schwarz-Weiß-Denken der falsche Ansatz. Um langfristig gesund und fit zu bleiben, kommt es nicht auf einen einzelnen „Trend-Nährstoff“ an, sondern auf eine ausgewogene Ernährung, die den Körper mit allem versorgt, was er braucht.
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