Arsa Bushi, funky-Jugendreporterin
Es gibt eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. In den sozialen Medien taucht immer öfter der Begriff „Glaskinder“ auf – und steckt voller Bedeutung.
Ein Kind mit chronischen Gesundheitsproblemen oder besonderen Bedürfnissen nimmt meist viel Aufmerksamkeit in der Familie ein. Für die Geschwister bleibt oft nicht genug übrig – sie werden kaum wahrgenommen, fast so, als bestünden sie aus Glas. Deswegen nennt man sie auch „Glaskinder“ oder „Schattenkinder“.
Die Folgen dieser Unsichtbarkeit äußern sich oft erst später im Leben – viele betroffene Erwachsene erkennen erst dann, wie sehr sie darunter gelitten haben. Ständige Sätze wie „Du warst das einfache Kind“ führen dazu, dass „Glaskinder“ früh lernen, zu funktionieren und keine „zusätzliche Last“ zu sein. So zeigte eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2002, dass Geschwister chronisch kranker Kinder häufiger unter emotionalem Stress, Ängsten und sozialem Rückzug leiden.
Doch viele „Glaskinder“ trauen sich nicht, über ihre Gefühle zu sprechen. Deshalb ist es wichtig, ihnen zuzuhören, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und Angebote zu machen, die nur für sie gedacht sind. Ein systematischer Review konnte bestätigen, dass psychosoziale Angebote wie Gesprächsgruppen oder Freizeitaktionen das Wohlbefinden von „Glaskindern“ deutlich steigern können. Trotz der Belastungen entwickeln viele „Glaskinder“ außerdem eine tiefe Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Anpassungsfähigkeit – Eigenschaften, die zu innerer Stärke werden können.
Verwandte Beiträge
-
Nicht alle Trends sind gefahrenlos und einfach nachzumachen. Lachgas gehört mit dazu. Ein Besserwisserwissen über…
-
Neid – dieses Gefühl kennen wir alle. Aber ist Neid wirklich so schlimm, wie sein…
-
Selbstgespräche sind keineswegs komisch. Sie sind sogar gesund und können für dein Gehirn eine gute…
-
Hinter der vermeintlichen Faulheit der Faultiere verbirgt sich eine faszinierende Anpassung an ihren Lebensraum.
Es gibt eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. In den sozialen Medien taucht immer öfter der Begriff „Glaskinder“ auf – und steckt voller Bedeutung.
Ein Kind mit chronischen Gesundheitsproblemen oder besonderen Bedürfnissen nimmt meist viel Aufmerksamkeit in der Familie ein. Für die Geschwister bleibt oft nicht genug übrig – sie werden kaum wahrgenommen, fast so, als bestünden sie aus Glas. Deswegen nennt man sie auch „Glaskinder“ oder „Schattenkinder“.
Die Folgen dieser Unsichtbarkeit äußern sich oft erst später im Leben – viele betroffene Erwachsene erkennen erst dann, wie sehr sie darunter gelitten haben. Ständige Sätze wie „Du warst das einfache Kind“ führen dazu, dass „Glaskinder“ früh lernen, zu funktionieren und keine „zusätzliche Last“ zu sein. So zeigte eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2002, dass Geschwister chronisch kranker Kinder häufiger unter emotionalem Stress, Ängsten und sozialem Rückzug leiden.
Doch viele „Glaskinder“ trauen sich nicht, über ihre Gefühle zu sprechen. Deshalb ist es wichtig, ihnen zuzuhören, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und Angebote zu machen, die nur für sie gedacht sind. Ein systematischer Review konnte bestätigen, dass psychosoziale Angebote wie Gesprächsgruppen oder Freizeitaktionen das Wohlbefinden von „Glaskindern“ deutlich steigern können. Trotz der Belastungen entwickeln viele „Glaskinder“ außerdem eine tiefe Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Anpassungsfähigkeit – Eigenschaften, die zu innerer Stärke werden können.
Verwandte Beiträge
Nicht alle Trends sind gefahrenlos und einfach nachzumachen. Lachgas gehört mit dazu. Ein Besserwisserwissen über…
Neid – dieses Gefühl kennen wir alle. Aber ist Neid wirklich so schlimm, wie sein…
Selbstgespräche sind keineswegs komisch. Sie sind sogar gesund und können für dein Gehirn eine gute…
Hinter der vermeintlichen Faulheit der Faultiere verbirgt sich eine faszinierende Anpassung an ihren Lebensraum.