Rücksicht im Straßenverkehr: Motorradfahren als gefährliches Hobby

zwei Personen auf Motorrad
zwei Personen auf Motorrad (c) pexels.com

„DlzG“ oder auch „Die linke zum Gruß“ lautet der Gruß jener, die auf stark motorisierten Zweirädern oftmals jede noch so kleine Lücken nutzen, um vorne an der Ampel zu stehen. Sie wollen nicht mehr und nicht weniger, als den Fahrtwind in ihrem Gesicht spüren. Dennoch ist ihr Hobby eines der Gefährlichsten.

Von Nico Weiß, Klasse 17-5, BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft, Berlin

Am 1. April hat die offizielle Motorradsaison wieder begonnen. So spaßig sie mit größtenteils gutem Wetter für viele begonnen hat, so traurig hat sie für manche bereits mit tödlichen Unfällen geendet. Fast schon täglich liest man von Menschen die jünger sind als man selber und nicht selten für ihr Hobby mit dem Leben bezahlen mussten.

Bei diesem Thema sollte beachtet werden, dass man als Außenstehender nie weiß, ob wirklich der Motorradfahrer Schuld an seinem Unfall hatte, weil er vielleicht zu schnell war. Oder ob die Person im Auto vielleicht den Schulterblick vergessen hat.

Oft hört man dennoch Diskussionen in denen Zweiradfahrer darüber reden, dass „Autofahrer nie richtig gucken“ würden. Diese hingegen verteidigen sich mit Sätzen wie „Motorradfahrer fahren immer wie Idioten!“.
Dabei scheinen viele oft zu vergessen, dass vor allem die Straße kein Ort ist, an dem man alleine unterwegs ist.

Dass es Autofahrer gibt, die oft zum Beispiel ihren Schulterblick vergessen, ist sicherlich eine Tatsache, genauso wie es Motorradfahrer gibt, die den Gasgriff oft etwas zu weit drehen. Aber diese Erkenntnis wird wohl wenigen etwas bringen. Vielmehr ist die Tatsache wichtiger, dass jeder einmal mehr an die anderen Leute und die Familien der Leute denken sollte, die hinter einem an der Ampel stehen, oder gerade versuchen, sich bei 30 Grad durch die Lücke zwischen dem eigenen Auto und dem daneben zu drängen.

Fakt ist auf jeden Fall: Wenn jeder ein bisschen auf den anderen achtet, egal ob er denn auf zwei oder vier Rädern unterwegs ist, wird das Fahren nicht nur vorausschauender, sondern gleich viel sicherer für jeden Beteiligten.

Beitragsbild: pexels.com

Verwandte Beiträge

Von Reinickendorf bis Bochum, von Fulda bis Ottensen – überall schreiben Schülerinnen und Schüler Artikel über das, was um sie herum passiert. Jeder und jede aus ihrer eigenen Sichtweise, mit eigener Meinung und eigenem Schwerpunkt. Bei all den Unterschieden eint sie, dass sie mit ihrer Klasse an funky teilnehmen, dem medienpädagogischen Projekt der Funke Mediengruppe. Das erlernte Wissen wenden sie dann praktisch an, indem sie erste journalistische Texte schreiben. Auf funky können sie die Früchte ihrer Arbeit präsentieren.

0 Kommentare zu “Rücksicht im Straßenverkehr: Motorradfahren als gefährliches Hobby”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert