Leistungsdruck seitens der Schule hat verheerendere Folgen, als es viele Eltern oder Lehrer vermuten würden. Eine Studie der DAK ergab nun, dass Jugendliche sowohl körperlich als auch mental unter Schul-Stress leiden.
Von Valeria Wingert, Klasse 11, Gesamtschule Haspe, Hagen
Ein düsteres Zimmer, grelles Licht. Kalte Strahlen beleuchten den Schreibtisch. Haufenweise Schulbücher und Schreibhefte füllen den Arbeitsplatz. Die 17-jährige Emilia* sitzt an ihren Hausaufgaben. Es ist fast Mitternacht. Die Gymnasiastin steckt gerade mitten in der Abiturphase – die Zeit, in der der Druck für viele Schüler am höchsten ist.
So auch für Emilia: „Ich habe es mir vor der Entscheidung, mein Abitur zu machen, schon schwierig vorgestellt. Doch der Druck ist tatsächlich höher als gedacht. Ich denke kaum noch an andere Dinge“.
In der Zeit, in der sich andere nach der Arbeit oder Schule erholen, fängt bei Emilia der Stress erst richtig an. Um halb fünf nachmittags ertönt die Schulklingel. Für Emilia endet der Unterricht. Doch auch zu Hause ist das Thema Schule für sie noch nicht abgeschlossen. Mehrere handgeschriebene Seiten und das Lernpensum für anstehende Klausuren machen den Schultag oftmals länger als den achtstündigen Arbeitstag eines Erwachsenen.
Ihr Alltag ist streng getaktet. Für Freunde und Familie bleibt da kaum Zeit. ,,Nach der Schule stehen für mich noch weitere Hausaufgaben an, an denen ich meistens stundenlang arbeiten muss. Dadurch habe ich keine Freizeit mehr und es häufen sich Stress und Probleme“, sagt die Schülerin.





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