Monika hat Krebs. Für Freunde und Familie ist es oft schwer, das richtige Maß an Mitleid zu finden. Angehörige von Erkrankten sollten fragen, was okay ist.
Von Mia Gläser, Klasse 8d, Gymnasium Oberalster, Hamburg
Am 15.11.2018 erfährt Monika von ihrem Arzt bei einer Routineuntersuchung, dass sie einen Tumor in der Lunge hat. Als Nichtraucherin ist sie von dieser Nachricht völlig überrascht und geschockt zugleich. Sie hätte niemals damit gerechnet, was die Nachricht zu verkraften nicht einfacher macht. Heute, etwa sechs Wochen später, hat sie sich von diesem ersten Schock erholt und ist jetzt hier bei einer guten Freundin zu Hause, in einer kleinen Runde mit ihren engsten Freunden.
Es ist ein lustiges, lautes und fröhliches Zusammenkommen von Freunden und Senioren – scheinbar ohne jegliche Anzeichen von Gedanken an die Krankheit. Alle sind fröhlich und es wird sehr viel gelacht. Jeder hat etwas zu erzählen und es scheint so, als würde nicht einmal ein Gedanke an den Krebs verschwendet. Es ist wundervoll zu sehen, wie eng Freundschaften sein können.
Einige sind nur „scheinbar“ einfühlsam
„Wenn ich mit meinen Freunden oder meiner Familie zusammen bin, dann denke ich nicht mehr an den Krebs und es ist alles so wie davor – außer es spricht mich jemand direkt auf meine Erkrankung an“, sagt Monika. Die meisten von ihren Freunden und Verwandten wissen von ihrer Last und mit fast allen kann sie auch darüber sprechen.
Allerdings werfen ihr manche Personen aus der Runde zwischendurch „heimlich“ mitleidige Blicke zu und oft bemerkt sie diese. Man kann deutlich erkennen, wie ihr diese Blicke zusetzen. „Andere verhalten sich ‚scheinbar’ einfühlsam“, erklärt sie, doch eigentlich seien sie nur neugierig und merkten nicht, wie es ihr dabei wirklich ergehe. Sie wollen alles wissen.
Wieder andere erzählen ihr von ihren persönlichen Erfahrungen mit Krebs und berichten, wer alles daran gestorben ist, wer den Krebs besiegt hat und wer Krebs in welcher Art hat oder hatte. Vor allem diese Erzählungen hört Monika nicht gerne, denn sie machen meist keine Hoffnung. Doch mittlerweile wisse sie, wie sie damit umzugehen habe, da es für sie nicht das erste, sondern sogar schon das dritte Mal ist, dass sie an Krebs leidet.
Ein rotes Kleid als Kampfansage
Außerdem gebe sie sich selbst Kraft, indem sie farbenfrohe Kleidung trage. „Mit dieser Maßnahme habe ich einmal einem Arzt, der mir sagte, ich solle mir lieber keine zu großen Hoffnungen machen, den Krebs zu besiegen, gezeigt, wie viel Lebensfreude und Selbstbewusstsein in mir steckt, obwohl ich an dieser Krankheit leide. An diesem Tag habe ich mir ein knallrotes Kleid angezogen und einen ebenso knallroten Lippenstift aufgetragen“, erzählt Monika mir. Allerdings gäbe es auch andere, bessere Ärzte, die es schafften, sachlich zu bleiben, aber dennoch Rücksicht auf die Patienten nähmen.
Gerade nimmt eine Freundin Monika in den Arm, als diese ihr unter Tränen von ihren Ängsten erzählt. Es ist ein sehr inniger Moment, in dem man die enge Freundschaft zwischen den beiden gut spüren kann. Ihre Freundin tröstet sie und redet leise auf sie ein. So nimmt sie Monika die Angst und fängt sie auf, als sie Panik bekommt, diese ganze Bürde nicht tragen zu können. Es ist gut zu erkennen, wie ihr die Panik vor der Krankheit ins Gesicht geschrieben ist und wie sie durch die Worte ihrer Freundin wieder verschwindet.
Später erzählt sie noch, dass enge Freunde und die Familie die größte Stütze in einer solchen Situation sind, weil sie einen trösten und auffangen, wenn einen die Ängste vor der Krankheit übermannen. Dies schaffen sie vor allem durch lange und intensive Gespräche, welche diese Ängste lindern können.
Auch der OP blickt sie positiv entgegen
Monika bekommt in ihrer Situation sehr viel Unterstützung von engen und vertrauten Freunden, Verwandten und von guten Ärzten. Dadurch ist sie stark davon überzeugt, auch noch ein drittes und hoffentlich letztes Mal den Krebs zu besiegen, da sie weiß, dass sie nicht alleine ist. Und sie ist natürlich auch nicht die Einzige, denn pro Jahr erkranken 500.000 Personen zum ersten Mal an Krebs. Davon können etwa 50 Prozent der erwachsenen Patienten geheilt werden und circa vier von fünf Kindern, wie die Internetseite der Deutschen Krebshilfe besagt.
Am 14.02. sollte Monika operiert werden. Sie ist sehr zuversichtlich auf diesen Tag zugegangen. Sie glaubt daran, dass sie auch diese Operation mit viel Unterstützung gut überstehen wird.
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Es ist ein lustiges, lautes und fröhliches Zusammenkommen von Freunden und Senioren – scheinbar ohne jegliche Anzeichen von Gedanken an die Krankheit. Alle sind fröhlich und es wird sehr viel gelacht. Jeder hat etwas zu erzählen und es scheint so, als würde nicht einmal ein Gedanke an den Krebs verschwendet. Es ist wundervoll zu sehen, wie eng Freundschaften sein können.
Einige sind nur „scheinbar“ einfühlsam
„Wenn ich mit meinen Freunden oder meiner Familie zusammen bin, dann denke ich nicht mehr an den Krebs und es ist alles so wie davor – außer es spricht mich jemand direkt auf meine Erkrankung an“, sagt Monika. Die meisten von ihren Freunden und Verwandten wissen von ihrer Last und mit fast allen kann sie auch darüber sprechen.
Allerdings werfen ihr manche Personen aus der Runde zwischendurch „heimlich“ mitleidige Blicke zu und oft bemerkt sie diese. Man kann deutlich erkennen, wie ihr diese Blicke zusetzen. „Andere verhalten sich ‚scheinbar’ einfühlsam“, erklärt sie, doch eigentlich seien sie nur neugierig und merkten nicht, wie es ihr dabei wirklich ergehe. Sie wollen alles wissen.
Wieder andere erzählen ihr von ihren persönlichen Erfahrungen mit Krebs und berichten, wer alles daran gestorben ist, wer den Krebs besiegt hat und wer Krebs in welcher Art hat oder hatte. Vor allem diese Erzählungen hört Monika nicht gerne, denn sie machen meist keine Hoffnung. Doch mittlerweile wisse sie, wie sie damit umzugehen habe, da es für sie nicht das erste, sondern sogar schon das dritte Mal ist, dass sie an Krebs leidet.
Ein rotes Kleid als Kampfansage
Außerdem gebe sie sich selbst Kraft, indem sie farbenfrohe Kleidung trage. „Mit dieser Maßnahme habe ich einmal einem Arzt, der mir sagte, ich solle mir lieber keine zu großen Hoffnungen machen, den Krebs zu besiegen, gezeigt, wie viel Lebensfreude und Selbstbewusstsein in mir steckt, obwohl ich an dieser Krankheit leide. An diesem Tag habe ich mir ein knallrotes Kleid angezogen und einen ebenso knallroten Lippenstift aufgetragen“, erzählt Monika mir. Allerdings gäbe es auch andere, bessere Ärzte, die es schafften, sachlich zu bleiben, aber dennoch Rücksicht auf die Patienten nähmen.
Gerade nimmt eine Freundin Monika in den Arm, als diese ihr unter Tränen von ihren Ängsten erzählt. Es ist ein sehr inniger Moment, in dem man die enge Freundschaft zwischen den beiden gut spüren kann. Ihre Freundin tröstet sie und redet leise auf sie ein. So nimmt sie Monika die Angst und fängt sie auf, als sie Panik bekommt, diese ganze Bürde nicht tragen zu können. Es ist gut zu erkennen, wie ihr die Panik vor der Krankheit ins Gesicht geschrieben ist und wie sie durch die Worte ihrer Freundin wieder verschwindet.
Später erzählt sie noch, dass enge Freunde und die Familie die größte Stütze in einer solchen Situation sind, weil sie einen trösten und auffangen, wenn einen die Ängste vor der Krankheit übermannen. Dies schaffen sie vor allem durch lange und intensive Gespräche, welche diese Ängste lindern können.
Auch der OP blickt sie positiv entgegen
Monika bekommt in ihrer Situation sehr viel Unterstützung von engen und vertrauten Freunden, Verwandten und von guten Ärzten. Dadurch ist sie stark davon überzeugt, auch noch ein drittes und hoffentlich letztes Mal den Krebs zu besiegen, da sie weiß, dass sie nicht alleine ist. Und sie ist natürlich auch nicht die Einzige, denn pro Jahr erkranken 500.000 Personen zum ersten Mal an Krebs. Davon können etwa 50 Prozent der erwachsenen Patienten geheilt werden und circa vier von fünf Kindern, wie die Internetseite der Deutschen Krebshilfe besagt.
Am 14.02. sollte Monika operiert werden. Sie ist sehr zuversichtlich auf diesen Tag zugegangen. Sie glaubt daran, dass sie auch diese Operation mit viel Unterstützung gut überstehen wird.
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