Kein halbes Jahr nach „Sweetener“ bringt everybody’s Darling Ariana Grande ihr nächstes Album heraus. „Thank You, Next“ ist der Aufschlag für eine Zukunft als taffe, selbstbewusste Frau. Doch nimmt man ihr das ab?
Was soll man von Ariana Grande halten? Das perfekte Mädchen mit seinem Fake-Pferdeschwanz, den Fake-Wimpern, den Fake-Lippen, für die der Lipgloss sorgt – dass man das noch trägt! –, mit dem vielen Make-up, das auch ihre Haut zu einem einzigen Fake macht. Und doch kann man auch als Normalsterblicher ihren Textzeilen lauschen und sich wiederfinden – oder zumindest ihre Haltung bewundernswert finden. Ja, verdammt, warum soll eine Frau, die aussieht wie eine wandelnde Barbie-Puppe, nicht tough sein, bewundernswert, eine Feministin? Ein Vorbild ist sie ohne Frage, und sie weiß es. Mit „Thank U, Next“ lebt sie ihren Schäfchen vor, wie man sich rücksichtslos selbst liebt und mit Tiefschlägen umgeht. Zur Musik muss man nix sagen: Perfekter Pop fürs zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts.

Unsere Meinung:
Kritik ist bei dieser Perfektionistin zwecklos.
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