Interview mit einem Braunschweiger Skate-Talent auf dem Schulhof

pexels.com
Skateboarder und Skateboard in der Luft (c) pexels.com

Im Deutschunterricht haben wir zum Welttag des Buches „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett gelesen. Wir fanden das Thema spannend und haben den Braunschweiger Skater Stephan Chamier in die Schule eingeladen. Er hat uns viel über Skateboards erzählt und auf dem Schulhof Sprünge gezeigt.

Von der Klasse 4 der Alten Dorfschule Bortfeld

Wie viele Tricks kannst du fahren und springen?
Wenn man die Kombinationen mitzählt, dann kann ich um die 200 Tricks springen.

Warum hast du mit Skateboarden angefangen?
Früher als Kind habe ich Judo gemacht und war drei bis vier mal in der Woche beim Training. Dann habe ich durch Zufall ein Skateboard in die Hände bekommen. Es bedeutete viel mehr Freiheit für mich.

Wie lange bist du immer gefahren?
Nach der Schule bin ich gleich aufs Board und bin oft bis abends gefahren. Inzwischen schaffe ich es pro Woche ungefähr drei mal zwei Stunden zu üben.

Wann hast du mit deinen Sprüngen begonnen?
Zuerst bin ich ein halbes Jahr lang nur auf der Straße gefahren. Von Sprüngen wusste ich damals nichts. Das war aber gar nicht schlecht. So konnte ich ein Gefühl für das Board entwickeln. Dann habe ich durch neue Freunde Sprünge kennengelernt.

Wie lange brauchst du um einen neuen Sprung zu beherrschen?
Das hängt vom Sprung ab. Manchmal dauert es eine Woche, manchmal einen Monat.

Hast du dich schon einmal ernsthaft verletzt?
Es ist sehr wichtig, konzentriert zu fahren. Dann passiert wenig. Du bist ja alleine für dich und dein Sportgerät zuständig. Es ist aber normal, dass man sich mal weh tut. Ich falle jeden Tag vom Board. Wenn ich nicht falle, habe ich mir nicht genug Mühe gegeben. Dann war der Tag nicht gut.
Man muss besonders gut aufpassen, nicht mit dem Fuß umzuknicken. Meine schlimmste Verletzung war am Knie. Bei einer Landung habe ich mein Bein verdreht und musste drei Monate aussetzen.

Was kostet ein Skateboard?
Es gibt Skateboards zu kaufen. Man kann sich aber auch ein Setup zusammenstellen. Wenn du einzeln Brett, Achsen, Kugellager und Rollen kaufst, kostet ein Skateboard zwischen 120 und 160 Euro. Das Brett besteht aus sieben Schichten. Am Klang hört man, ob es federt.
Es lohnt sich, ein gutes Board zu kaufen. Wenn das Brett gut federt und die Achsen beweglich sind, hat man mehr Kontrolle und kann kontrollierter springen und landen.

Wie lange hält ein Skateboard?
Das hängt davon ab, wie du es behandelst und wie viel du trainierst. Bei mir hält es manchmal sechs Monate, meistens aber nur ein bis zwei Monate. Ich hatte schon über 100 Bretter.

Welches war dein bestes Board?
Mein jetziges Board gefällt mir. Es hat die richtige Nose (Nase) und Tail (Schwanz).

Beitragsbild: pexels.com

Verwandte Beiträge

Von Reinickendorf bis Bochum, von Fulda bis Ottensen – überall schreiben Schülerinnen und Schüler Artikel über das, was um sie herum passiert. Jeder und jede aus ihrer eigenen Sichtweise, mit eigener Meinung und eigenem Schwerpunkt. Bei all den Unterschieden eint sie, dass sie mit ihrer Klasse an funky teilnehmen, dem medienpädagogischen Projekt der Funke Mediengruppe. Das erlernte Wissen wenden sie dann praktisch an, indem sie erste journalistische Texte schreiben. Auf funky können sie die Früchte ihrer Arbeit präsentieren.