Frisöre müssen während der Ausbildung häufig nur Haare kehren und Kaffee kochen. Wie kann man ihnen eine bessere Ausbildung und Zukunft garantieren?
Von Leonie Ehmer, Berufliche Schule Burgstraße, Hamburg
Frisörin – Was ist das für ein Beruf? Am Ende von „sechs Semestern“ Ausbildung bekommt man ein Einstiegsgehalt, das oft unter dem Mindestlohn liegt. Warum tut man das? Warum sollte man einen Beruf erlernen, von dem man weiß, dass man nur eine geringe Chance hat, sich selbst, geschweige denn eine Familie davon zu ernähren. Es sei denn…
„Ich bringe jedem Idioten auf der Straße in drei Monaten bei, was er bei einer Gesellenprüfung können muss. Und er wird bestehen. Garantiert!“, das verspricht meine Chefin gerne.
Mal angenommen, ich greife den Gedanken an eine akademische Ausbildung für Frisöre auf: Könnte man sich etwa als normaler
nichtselbstständiger Handwerker einen angemessenen Lebensstandard erfüllen? Gar eine Familie davon ernähren und sogar davon träumen, sich einen Namen in der Branche zu machen? Ohne sich den Rattenschwanz von Kosten eines Unternehmers an den Hals zu hängen?
Man könnte frei und selbstständig arbeiten – möglicherweise auf der ganzen Welt. Denn Haare, die geschnitten und onduliert werden wollen, gibt es in jedem Land auf der ganzen Welt.
So eine Ausbildung wäre dann kurz und knackig: drei Monate Theorie, danach Prüfung. Dann maximal sechs Monate Praxis maximal. Nicht mehr drei Jahre lang Haare waschen, kehren und andere Kleinigkeiten. Haare müssen mit Köpfchen geschnitten werden!
Beitragsbild: pexels.com





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