Im Laufe der Zeit stellen Kinder ihren Eltern tausendundeine Frage. In dieser Rubrik soll der Spieß einfach mal umgedreht werden und Eltern dürfen all das fragen, was sie schon immer über Jugendliche wissen wollten.
Die Mutter einer 16-jährigen Tochter fragt: Warum lasst ihr euch so stark von euren Freundinnen und Freunden beeinflussen?
Hannah Storm aus der Jugendredaktion antwortet: Vor allem im Jugendalter sind Cliquenbildungen und Freundschaften ein präsentes Thema. Ich kann mich noch erinnern, wie aufregend und ereignisreich meine eigene Schulzeit war. Auch wenn ich mit vielen meiner Freundinnen und Freunde aus dieser Zeit keinen Kontakt mehr habe, würde ich ungern auf die Erfahrungen aus dieser Zeit verzichten.
Zunächst ist es wichtig, sich daran zu erinnern, in welcher Lebensphase sich Jugendliche befinden. In den Jugendjahren lernen viele zum ersten Mal eigenständig die Welt kennen, ohne dass entsprechende Phänomene oder Details von den Eltern eingeordnet werden, und möchten ihren eigenen Platz in ihr finden. Außerdem werden die ersten wichtigen Beziehungen eingegangen, die außerhalb des familiären Umfelds existieren. Deshalb fühlen sich genau diese Verbindungen sehr wichtig und einzigartig an, ihnen wird zurecht eine große Bedeutung beigemessen. Schließlich haben junge Erwachsene noch nicht viele Freundschaften kommen und gehen sehen.
Hinzu kommt, dass all die Erfahrungen, die man in diesem Alter zum ersten Mal macht, gemeinsam mit den Freundinnen und Freunden durchlebt werden. Das schweißt zusammen. Gleichzeitig haben Jugendliche oft das Gefühl, dass ihre Eltern schlecht nachvollziehen können, was sie gerade durchmachen und wenden sich aus diesem Grund erst recht an den Freundeskreis.
Nicht zu vergessen ist auch: Schule und Cliquen haben oft ein eigenes System, in manchen Fällen sogar eine Hierarchie und man möchte dort natürlich hineinpassen und sich zugehörig fühlen. Auch für die Identitätsfindung spielt das eine große Rolle. Sich zum ersten Mal Gedanken darüber zu machen, wer man ist und was einen ausmacht, wird sich zum Teil auch über das soziale Umfeld identifizieren.
Im Gegensatz zu Erwachsenen können sich Jugendliche ihr soziales Umfeld nicht immer aussuchen. Sie sind durch Schule und Hobbys mit den immer gleichen Menschen konfrontiert. Da kann es schon einmal passieren, dass ein paar Schritte mehr auf das Gegenüber zugemacht werden müssen, um Anschluss zu finden.
Also, liebe Eltern: Begegnet euren Kindern mit etwas Nachsicht. Sie versuchen nur, ihren Platz in der Welt zu finden, mit dem Wissen und dem Werkzeug, das sie zur Verfügung haben. Erwachsenwerden ist eine echte Herausforderung und hin und wieder einen Blick auf die Altersgenossen zu werfen, um sich zu orientieren, kann wohl niemandem übelgenommen werden.
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Zunächst ist es wichtig, sich daran zu erinnern, in welcher Lebensphase sich Jugendliche befinden. In den Jugendjahren lernen viele zum ersten Mal eigenständig die Welt kennen, ohne dass entsprechende Phänomene oder Details von den Eltern eingeordnet werden, und möchten ihren eigenen Platz in ihr finden. Außerdem werden die ersten wichtigen Beziehungen eingegangen, die außerhalb des familiären Umfelds existieren. Deshalb fühlen sich genau diese Verbindungen sehr wichtig und einzigartig an, ihnen wird zurecht eine große Bedeutung beigemessen. Schließlich haben junge Erwachsene noch nicht viele Freundschaften kommen und gehen sehen.
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Also, liebe Eltern: Begegnet euren Kindern mit etwas Nachsicht. Sie versuchen nur, ihren Platz in der Welt zu finden, mit dem Wissen und dem Werkzeug, das sie zur Verfügung haben. Erwachsenwerden ist eine echte Herausforderung und hin und wieder einen Blick auf die Altersgenossen zu werfen, um sich zu orientieren, kann wohl niemandem übelgenommen werden.
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