Billigklamotte oder doch lieber Markenartikel? Spielt das eine Rolle?

Lohnt es sich, in Markenkleidung zu investieren? (c) Unsplash
Lohnt es sich, in Markenkleidung zu investieren? (c) Unsplash
Billigklamotten oder Markenkleider? Wie man es macht, macht man es falsch – So scheint es. Warum es auch eine Rolle spielt, ob Kleider im Trend liegen.
Von Laya Mäckelmann, Klasse 9, International School of  Hamburg

Immer mehr Klamotten werden in „Billig-Läden“ gekauft. Die Kleidungsstücke dieser Läden sind angesagt und T-Shirts kosten dort oft nicht mal mehr fünf Euro. Auch immer mehr Jugendliche kaufen daher bei billigen Läden ein. Sie können sich dadurch immer die neuesten Klamotten leisten und modisch aussehen. Billige Preise ermöglichen also auch Menschen mit geringerem Einkommen, an Modetrends teilzuhaben.

Aber wie günstig ist noch gut? Und unter welchen Bedingungen werden die Kleidungsstücke produziert? Was ist so teuer an Luxus-Geschäften? Hat die Kleidung eine bessere Qualität, sind die Arbeitsbedingungen besser oder bezahlt man nur für den Namen?

Billigkleidung wird unter den schlimmsten Arbeitsbedingungen im Ausland hergestellt. Die beliebte Baumwolle wird vor allem in China und Indien angebaut. In Ostasien liegt der Stundenlohn der Arbeiter, die T-Shirts für fünf Euro produzieren größtenteils nur bei einem geringen Prozentsatz des Verkaufspreises. Oft arbeiten die Menschen dort unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Aber sind teure Marken wirklich besser?

Luxusläden und Billigläden lassen ihre Produkte oft in denselben Fabriken herstellen. Der einzige Unterschied ist, dass Marken und teurere Sachen ein aufwändigeres Design haben. Die günstigeren Kleidungsstücke werden dann nach einfachen Schnitten geschneidert, damit es schneller geht, sie zu nähen.

Und auch die Bezahlung ist bei Billigkleidung und Markenkleidung oft gleich. Die meisten Arbeiter nähen gar nicht so ungern, wenn nur die Rahmenbedingungen besser wären. Aber wenn sie hören was die Produkte dann in den Luxus Geschäften kosten, sind sie doch geschockt.

Und wie sieht es mit der Qualität aus?

Im Selbsttest hat die Markenware nicht unbedingt besser abgeschnitten. Zwei ähnliche Shirts – eines von Hollister für um die 60 Euro und eines von H&M für etwa 10 Euro – haben auf mehrmaliges Waschen unterschiedlich reagiert. Im Gegensatz zu dem günstigen Shirt, hat das teure wesentlich schneller an Farbe verloren und blich aus.

Vielleicht entscheiden wir uns oft deswegen dann doch für die günstigere Variante. Durch den niedrigen Preis können wir uns mehr leisten, als wir brauchen. Die Klamotten werden dann kaum getragen und landen, wenn sie nicht mehr in Mode sind, fast ungetragen im Müll. Die Umwelt wird dadurch erheblich geschädigt. Man sollte also bei günstiger Kleidung aufpassen, ob man sie auch wirklich benötigt und anziehen will oder nur kauft, weil sie günstig ist.

Man sollte, wenn man es sich leisten kann, also bei Kleidung, die man auch in fünf Jahren noch trägt, darauf achten, gute Qualität zu kaufen. Dazu gehören zum Beispiel Blazer, Blusen, Mäntel und Schuhe. Es ist aber auch in Ordnung, sich ab und zu mal ein günstiges Kleidungsstück zu kaufen, dass man in der nächsten Saison wahrscheinlich nicht mehr trägt, wenn man es sich sonst nicht leisten kann.

Beitragsbild: Lauren Fleischmann via Unsplash

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