Fairphones: Nachhaltige Telefone zum kleinen Preis

Blick ueber die Schulter einer Frau, die ein Smartphone haelt
Blick ueber die Schulter einer Frau, die ein Smartphone haelt (c) Unsplash
Schonmal darüber nachgedacht, ein FairPhone zu benutzen? Diese Smartphones sind fairtrade, recyclebar und leichter zu reparieren
Von Tizian Witzke, Klasse 10, Private Stadtteilschule St. Georg, Hamburg

Im Jahr 2018 besaßen weltweit 66 Prozent der Menschen ein Smartphone und es werden immer mehr. Doch vielen Personen ist nicht bewusst, welche Materialen und Arbeit es braucht, um ein Smartphone herstellen. Es werden dazu seltene und giftige Metalle wie Kobalt, Gold, und Wolfram und viele mehr verwendet.

Diese werden in Minen in dem afrikanischen Land Kongo gewonnen. Die Arbeitsbedingungen in diesen Minen sind sehr schlecht. Die Arbeiter sind meistens noch Kinder. Genau diese Probleme möchte das Fairphone beheben. Ihre Website sagt: ,,Wir arbeiten mit Initiativen für konfliktfreies Zinn, Wolfram und Tantal, sowie für Fairtrade Gold zusammen. Wir wollen Gemeinschaften unterstützen, nicht Konflikte“.

Dazu kommt noch, dass die Teile modular und somit einfacher zu reparieren oder zu tauschen sind. Also wenn mal wieder die bekannten Probleme wie ein gebrochenes Display oder eine schwache Batterie auftreten, kann man diese mit wenigen Handgriffen und einem Schraubendreher beheben.

Bei der Firma Apple kostet eine Display-Reparatur laut Website 170 Euro für ein iPhone 7. Dazu kommen noch lange Wartezeiten, da oft das entsprechende Teil noch bestellt werden muss und dann zusammengebaut wird. Beim Fairphone hingegen kann man in ihrem Onlineshop ein Display bestellen, das nur 87 Euro kostet und sehr einfach ohne jegliche Werkzeuge zu wechseln ist.

Die App ,,ifixit“ ist schon vorinstalliert. Hier findet man sehr viele Anleitungen, die zeigen, wie man diverse Geräte repartiert – darunter auch das Fairphone 2. Die App gibt auch für viele Smartphones eine Reperaturskala an, die zeigen soll, wie gut sich das jeweilige Gerät reparieren lässt. Das Fairphone bekommt hier von der „ifixit“-Community 10 von 10 Punkten.

Die Firma Fairphone wurde 2013 von Bas van Abel gegründet und hatte schon von Anfang an zum Ziel, ein faires, modulares, recyclebares und robustes Smartphone herstellen. Das erste Fairphone kam im Dezember 2013 auf dem Markt, doch es konnte das Ziel der Langlebigkeit nicht erreichen und bekam schlechte Rezensionen.

2017 endete dann schließlich die Unterstützung des Fairphone 1 und die Produktion der Ersatzteile wurde eingestellt. Das zweite und zurzeit aktuellste Modell wurde 2016 auf den Markt gebracht. Bisher wurden laut Hersteller 100.000 Fairphone 2 verkauft. Die Spezifikationen sind zwar etwas veraltet, aber für einen durchschnittlichen Verbraucher absolut ausreichend und besser als so manches Budget-Smartphone, solange man keine leistungshungrigen Programme oder Spiele verwendet.

Ich würde mir jedoch wünschen das bessere, modulare Teile im Onlineshop angeboten würden und man dann diese Teile selber tauschen kann. Ich denke, das würde viele Benutzer ansprechen; besonderes die, die mehr Leistung benötigen. Ich bin gespannt auf die Entwicklung der Firma und hoffe, es wird weiter auf das Projekt aufmerksam gemacht.

Beitragsbild: Unsplash

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