Gute Idee, besser umsetzbar: der „Girls‘ Day und Boys‘ Day“ 2018

Maedchen haelt pinkes Spielzeug-Pferd
Maedchen haelt pinkes Spielzeug-Pferd (c) pexels.com

Ende April konnten über 130.000 Schülerinnen und Schüler deutschlandweit typische Männer- beziehungsweise Frauenberufe für einen Tag ausprobieren. Mädchen durften in die Berufe eintauchen, in denen mehr Männer vertreten sind und Jungen in die, in denen es mehr Frauen gibt.

Von Lea Neugebauer, Klasse 8b, Burggymnasium Essen

Ich bin Schülerin eines Gymnasiums in Essen und gehe selbst in die achte Klasse. Doch für mich stellt sich die Frage: Ist es wirklich sinnvoll, solch ein Praktikum zu machen, das sich nur über einen Tag erstreckt?

Ersteinmal müsste man sich Gedanken machen, wofür der „Girls’ und Boys’ Day“ eigentlich gedacht ist und welchen Nutzen dieser haben soll.

Ich selber war bei der Feuerwehr – ein typischer Männerberuf, mit einem sehr geringen Anteil an Frauen. Natürlich ist so ein Tag meiner Meinung nach gut, um darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen auch Berufe ausüben können, die früher nur für Männer gedacht waren und andersrum ebenfalls.

Doch ein Tag reicht da meiner Meinung nach nicht, um auch wirklich etwas zu lernen. In solch ein wichtiges Thema sollte man auf jeden Fall mehr Zeit investieren.

Deshalb würde ich es für sinnvoller halten, wenn man den „Girls’ und Boys’ Day“ auf ein paar Tage, beziehungsweise auf eine ganze Schulwoche verlängern würde. Denn ich persönlich könnte noch nicht sagen, ob der Beruf der Feuerwehrfrau das Richtige für mich wäre. Ein einziger Tag ist meiner Meinung nach zu kurz dafür.

Natürlich gibt es auch Schülerinnen und Schüler, die schon nach einem Tag gesagt haben, dass dieser Beruf nichts für sie wäre. Dennoch gibt es auch solche, wie mich, die sich für den jeweiligen Beruf mehr interessieren und noch mehr Einblicke über einen längeren Zeitraum besser gefunden hätten.

Beitragsbild: pexels.com

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