In der Schulzeit auf Reisen: Zwei Wochen in drei Ländern

Frau mit Rucksack auf Treppe
Frau mit Rucksack auf Treppe (c) pexels.com

„Das wirst du niemals überleben!“, dachte ich mir. Denn in fast zwei Wochen sollte ich in gleich drei Ländern, nämlich in Italien, Polen und natürlich Deutschland sein. In dieser Zeit bin ich nicht in die Schule gegangen, aber dennoch war ich eigentlich den größten Teil der zeit auf Schulveranstaltungen.

Von Claudia Nassua, Klasse 9c, Walddörfer-Gymnasium Hamburg

Für mich haben sich die zwei Wochen genauso angefühlt wie Urlaub – wie eine Auszeit vom Alltag. Ich bin viel gereist, habe viel gesehen und erfahren und war mit tollen Leuten unterwegs.

Zuerst war ich für fünf Tage mit meinem supernetten Lateinkurs auf Lateinfahrt in Sorrent, in der Nähe von Neapel. Diese Fahrt könnte man auch Bildungsreise nennen. Immerhin führte man uns unter anderem durch Pompeji und das unterirdische Neapel, wobei wir viel über die römische Geschichte erfuhren.

Doch trotz solcher Führungen hat es sich immer wie Urlaub angefühlt, weil das Klima und das Wetter dort so schön waren. Überall wuchsen Orangen und Zitronen bei klarem Sonnenschein.

Nach unserem Rückflug wurde ich am Flughafen von meinen Eltern und meiner Schwester mit dem Auto abgeholt, um direkt weiter nach Polen zu meinen Verwandten zu fahren. Denn am Sonntag stand eine Familienfeier statt. Obwohl ich lange im Auto sitzen musste, hat es sich für mich gelohnt. Ich finde es immer schön meine Familie zu sehen. Leider passiert das viel zu selten, da wir so weit voneinander entfernt wohnen.

Am Montag fuhren wir den ganzen Tag nach Hamburg zurück. So konnte ich leider, leider auch am Montag nicht zur Schule.
Am Dienstag ging es für mich und unsere Basketball-Schulmannschaft wieder weiter – nämlich nach Berlin zum Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia. Wir erreichten einen für uns sehr zufriedenstellenden 13. Platz.

Insgesamt spielte ich ungefähr 100 Minuten Basketball, oft 20 Minuten am Stück. Das war schon ziemlich anstrengend. Doch das alles hat mir sehr viel Spaß gemacht, sodass die Anstrengung nie überwog.

Endlich kam ich endgültig nach Hause und hatte wegen des 1. Mais ein langes Wochenende zum Entspannen vor mir.

Im Nachhinein habe ich diese zwei Wochen sehr gut überlebt, eigentlich eher sehr schön erlebt. Denn ich habe nur Dinge gemacht, die mir Spaß bereiten und empfand diese Zeit sogar eher als entspannend. Ich konnte jeden Moment genießen und musste mir keine Gedanken um alltägliche Dinge machen.

Zum Glück konnte ich auch überall sehr gut schlafen. Wäre ich mit Schlafmangel herumgereist, hätte ich das straffe Programm bestimmt nicht durchgehalten. Urlaub ist meiner Meinung nach eigentlich nichts anderes als eine Auszeit vom Alltag. Jetzt ruhe ich mich noch ein wenig aus und kehre langsam in meinen Alltag zurück.

Beitragsbild: pexels.com

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