Selbst die unterschiedlichsten Menschen können Freundschaft schließen. Darum geht es auch in Wolfgang Herrndorfs Jugendroman „Tschick“.
Von Finja Tillack, Klasse 8a, Edith-Stein-Schule Erfurt
Gestern noch gemütlich vor der Glotze gehangen in einem schönen Haus in Berlin, heute in einem alten Lada auf den Straßen Deutschlands umherkurven. Das Ziel: die Walachei. Ohne Führerschein und Landkarte sind zwei Jugendliche auf einer abenteuerlichen Reise. Der Ich-Erzähler Maik Klingenberg und Tschick, der richtig Andrej Tschichatschow heißt, wollten eigentlich nur Urlaub bei Tschicks Onkel in der Walachei machen. Doch diese Reise wird einige gefährliche Knackpunkte haben, an denen sich wieder einmal zeigt, wie wichtig es ist, Freunde zu haben.
Tschick und Maik lernen sich in der 8. Klasse kennen. Tschick kommt mitten im Schuljahr in die Klasse und macht gleich am ersten Tag keinen guten Eindruck auf die Mitschüler und Lehrer. Viele Gerüchte werden über ihn verbreitet und alle halten ihn für einen Asi. Das legt sich allerdings nach einiger Zeit. Tschick und Maik wechseln in dieser Zeit kaum ein Wort. Tschick sagt in der Schule immer nur das Nötigste. Dann sind endlich Sommerferien und durch eine Geburtstagsfeier von Maiks Schwarm, auf der beide nicht eingeladen sind, beginnen die beiden eine feste Freundschaft. Kurz darauf begeben sie sich auf die Reise ihres Lebens.
Vater auf Geschäftsreise, Mutter im Entzug
Tschick ist ein russischer Aussiedler und lebt in ärmlicheren Verhältnissen. Er wohnt mit seinem Bruder zusammen, ohne Eltern, und kann bereits Auto fahren. Manchmal kommt er betrunken in die Schule, sodass er im Unterricht kaum aufpassen kann. Maik hat keine Freunde. Er ist ein ganz normaler Junge mit einem Talent für Hochsprung und Zeichnen. Er ist unsterblich in Tatjana verliebt, die ihn aber gar nicht beachtet. Seine Mutter ist Alkoholikerin, wodurch sie regelmäßig auf die sogenannte „Beautyfarm“ – eine Entzugsklinik – muss, die ihr aber so gut wie gar nichts bringt. Seinem Vater hat irgendwann einmal ein großes Baugebiet gehört, das er allerdings durch seltene beziehungsweise für tot geglaubte Tiere und Pflanzen verloren hat, und das Grundstück nach diesem unglaublichen Fund nicht mehr bebaut werden darf. Nun ist er pleite. Mit seiner jungen Assistentin geht er auf Geschäftsreise und lässt seinen einzigen Sohn Maik alleine zu Hause, da seine Frau mal wieder in der Entzugsklinik ist.
Hier könnt ihr in den Film zum Buch hineinschauen (c) YouTube
Der preisgekrönte Jugendroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf zieht viele Menschen in seinen Bann. Sowohl jüngere als auch ältere Menschen lasen bereits das millionenfach verkaufte Buch. Es wurde 2010 im Rowohlt Verlag veröffentlich und erschien bereits in 25 verschiedenen Ländern. Die Auszeichnungen blieben diesem Meisterwerk natürlich nicht vorenthalten. 2011 gewann es nicht nur den Deutschen Jugendliteraturpreis, sondern auch den Clemens-Bretano-Preis. 2012 folgte der Hans-Fallada-Preis. Das Buch wurde auch verfilmt und als Theaterstück inszeniert.
Freunde findet man überall
Durch Herrndorfs moderne Schreibweise lässt sich der Roman sehr gut lesen. Die Sprache klingt sehr natürlich, da sie vielen Menschen so aus dem Alltag bekannt sein sollte. So kann das Buch entspannt gelesen werden und die Geschichte wirkt gleich abenteuerlicher, spannender und realer auf einen selbst. Mit seinem Roman zeigt der Autor, dass selbst die unterschiedlichsten Menschen feste Freundschaften schließen können. Menschen, die dir einfach so in der Schule, auf der Straße oder eben auf einer Reise begegnen, können zu wichtigen Menschen in deinem Leben werden. Gleichzeitig gibt er einen sehr lebhaften Einblick in das Abenteuer der beiden Jugendlichen.
Das Buch ist leicht zu lesen, braucht aber eine Weile, bis es spannend wird. Durch die ersten etwa hundert Seiten muss man sich erst einmal „durchkämpfen“, bis man dann das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Der langwierige Einstige ist etwas schade, da es ein sehr interessantes Buch ist, aber dadurch etwas an Spannung verliert. Die Handlung der Geschichte ist ein gut gewähltes Thema, das sowohl viele Jugendliche als auch Erwachsene anspricht. Im Allgemeinen ist der Roman schön erzählt und sehr empfehlenswert.
Gestern noch gemütlich vor der Glotze gehangen in einem schönen Haus in Berlin, heute in einem alten Lada auf den Straßen Deutschlands umherkurven. Das Ziel: die Walachei. Ohne Führerschein und Landkarte sind zwei Jugendliche auf einer abenteuerlichen Reise. Der Ich-Erzähler Maik Klingenberg und Tschick, der richtig Andrej Tschichatschow heißt, wollten eigentlich nur Urlaub bei Tschicks Onkel in der Walachei machen. Doch diese Reise wird einige gefährliche Knackpunkte haben, an denen sich wieder einmal zeigt, wie wichtig es ist, Freunde zu haben.
Tschick und Maik lernen sich in der 8. Klasse kennen. Tschick kommt mitten im Schuljahr in die Klasse und macht gleich am ersten Tag keinen guten Eindruck auf die Mitschüler und Lehrer. Viele Gerüchte werden über ihn verbreitet und alle halten ihn für einen Asi. Das legt sich allerdings nach einiger Zeit. Tschick und Maik wechseln in dieser Zeit kaum ein Wort. Tschick sagt in der Schule immer nur das Nötigste. Dann sind endlich Sommerferien und durch eine Geburtstagsfeier von Maiks Schwarm, auf der beide nicht eingeladen sind, beginnen die beiden eine feste Freundschaft. Kurz darauf begeben sie sich auf die Reise ihres Lebens.
Vater auf Geschäftsreise, Mutter im Entzug
Tschick ist ein russischer Aussiedler und lebt in ärmlicheren Verhältnissen. Er wohnt mit seinem Bruder zusammen, ohne Eltern, und kann bereits Auto fahren. Manchmal kommt er betrunken in die Schule, sodass er im Unterricht kaum aufpassen kann. Maik hat keine Freunde. Er ist ein ganz normaler Junge mit einem Talent für Hochsprung und Zeichnen. Er ist unsterblich in Tatjana verliebt, die ihn aber gar nicht beachtet. Seine Mutter ist Alkoholikerin, wodurch sie regelmäßig auf die sogenannte „Beautyfarm“ – eine Entzugsklinik – muss, die ihr aber so gut wie gar nichts bringt. Seinem Vater hat irgendwann einmal ein großes Baugebiet gehört, das er allerdings durch seltene beziehungsweise für tot geglaubte Tiere und Pflanzen verloren hat, und das Grundstück nach diesem unglaublichen Fund nicht mehr bebaut werden darf. Nun ist er pleite. Mit seiner jungen Assistentin geht er auf Geschäftsreise und lässt seinen einzigen Sohn Maik alleine zu Hause, da seine Frau mal wieder in der Entzugsklinik ist.
Der preisgekrönte Jugendroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf zieht viele Menschen in seinen Bann. Sowohl jüngere als auch ältere Menschen lasen bereits das millionenfach verkaufte Buch. Es wurde 2010 im Rowohlt Verlag veröffentlich und erschien bereits in 25 verschiedenen Ländern. Die Auszeichnungen blieben diesem Meisterwerk natürlich nicht vorenthalten. 2011 gewann es nicht nur den Deutschen Jugendliteraturpreis, sondern auch den Clemens-Bretano-Preis. 2012 folgte der Hans-Fallada-Preis. Das Buch wurde auch verfilmt und als Theaterstück inszeniert.
Freunde findet man überall
Durch Herrndorfs moderne Schreibweise lässt sich der Roman sehr gut lesen. Die Sprache klingt sehr natürlich, da sie vielen Menschen so aus dem Alltag bekannt sein sollte. So kann das Buch entspannt gelesen werden und die Geschichte wirkt gleich abenteuerlicher, spannender und realer auf einen selbst. Mit seinem Roman zeigt der Autor, dass selbst die unterschiedlichsten Menschen feste Freundschaften schließen können. Menschen, die dir einfach so in der Schule, auf der Straße oder eben auf einer Reise begegnen, können zu wichtigen Menschen in deinem Leben werden. Gleichzeitig gibt er einen sehr lebhaften Einblick in das Abenteuer der beiden Jugendlichen.
Das Buch ist leicht zu lesen, braucht aber eine Weile, bis es spannend wird. Durch die ersten etwa hundert Seiten muss man sich erst einmal „durchkämpfen“, bis man dann das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Der langwierige Einstige ist etwas schade, da es ein sehr interessantes Buch ist, aber dadurch etwas an Spannung verliert. Die Handlung der Geschichte ist ein gut gewähltes Thema, das sowohl viele Jugendliche als auch Erwachsene anspricht. Im Allgemeinen ist der Roman schön erzählt und sehr empfehlenswert.
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