Leistungsdruck in der Schule beginnt oft schon früh, findet Max. Einige Schüler fangen schon in der sechsten Klassse an, mehrere Fremdsprachen gleichzeitig neu zu lernen. Ein Kommentar.
Von Max Bonnermann, Klasse 8c, Lessing-Schule Bochum
In der sechsten Klasse lernen die Schüler an vielen deutschen Gymnasien eine neue Fremdsprache: Zum Beispiel Latein oder Französisch. An einigen Schulen können auch zwei Sprachen gleichzeitig gewählt werden. Die Doppelwahl treffen etwa ein bis drei Schüler pro Klasse. Sind sie dadurch überfordert?
Einige Schüler, die Latein und Französisch gleichzeitig wählen, glauben, später eine bessere Berufsauswahl zu haben. Andere meinen, sie könnten sich im Ausland mit mehreren Sprachen besser verständigen. Den Jugendlichen fällt es leicht, neue Sprachen zu lernen. Trotzdem bereuen viele von ihnen schon bald ihre Entscheidung. Die meisten haben an beiden oder einer der beiden Sprachen keinen Spaß.
Sie haben zudem weniger Freizeit, weil sie vielmehr lernen müssen als die Kinder, die nur eine Fremdsprache gewählt haben. Sie schreiben mehr Klassenarbeiten – manchmal sogar drei ein einer Woche. Ihre Noten können schlechter werden. Viele von ihnen fühlen sich überfordert.
Meiner Meinung nach haben die Kinder von einer Doppelwahl keinen richtigen Vorteil. Nur die besten Schüler haben beim gleichzeitigen Neulernen von zwei Sprachen keine Probleme. Leistungsdruck ist allerdings allen garantiert. Deshalb halte ich die Möglichkeit, zwei Fremdsprachen gleichzeitig zu lernen, für ein unnötiges Angebot.
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