Viele Fans streiten über die Notwendigkeit der Video-Beweisführung im Fußball. Sollte dem Schiedsrichter eine Kamera assistieren?
Von Max Kötter, Klasse 8c, Schiller-Schule Bochum
Der Videobeweis ist ein sehr umstrittenes Thema. Eine Kamera filmt das gesamte Spielgeschehen. Das Videomaterial wird dann bei Regelbrüchen eingesetzt, wenn der Schiedsrichter – also der erste Offizielle – keine klare Sicht auf die Situation hatte.
Dabei werden zwar alle Fouls und Abseitssituationen auf dem Platz aufgedeckt, aber auch die reguläre Spielzeit um mehrere Minuten verlängert. Der Schiedsrichter muss sich nämlich die Szene oft mehrmals ansehen, um eine Entscheidung treffen zu können. Der Videobeweis sollte nicht bei jeder Kleinigkeit eingesetzt werden, da die Spielzeit sich sonst unnötig in die Länge zieht.
Letztendlich ist der Schiedsrichter auf dem Platz die Person, die eventuelle Regelbrüche bewertet. Aus diesem Grunde sollte der Schiedsrichter Entscheidungen fällen dürfen, ohne bei jedem Regelverstoß den Videobeweis verwenden zu müssen.
Fehler sind menschlich und können passieren. Aber der Schiedsrichter ist eine unparteiische Person und deshalb erwartet man von ihm, dass er auch professionell arbeitet, oder nicht? Das heißt, er sollte keine Situation zugunsten eines Vereins bewerten. Wenn er das trotzdem tut, sollte man sich fragen, ob er für den Posten wirklich geeignet ist.
Wenn ein Spieler allerdings ein Foul vortäuscht und der Schiedsrichter sich nicht sicher ist, ob er die Szene richtig einschätzt, dann halte ich den Videobeweis für eine gute Maßnahme. Als Assistent ist der Videobeweis also eine gute Sache, aber er sollte nicht über dem ersten Offiziellen stehen.
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