Schokokekse, Himbeer-Glitzer-Badebomben, Menstruationsprodukte. Eins davon passt nicht ganz dazu, oder?
Paulina Gastl, funky-Jugendreporterin
Während man sich ein paar Kekse als süßen Snack für zwischendurch kauft und eine Badebombe für ein klein wenig Entspannung, kann man davon ausgehen, dass man mit Tampons nicht unbedingt eine super Zeit hat. Denn seine Periode zu haben ist kein Luxus. Dennoch wurden Menstruationsprodukte jahrelang wie Luxusprodukte besteuert, will heißen man musste zusätzlich noch 19 Prozent zu dem eigentlichen Preis zahlen. Produkte wie Katzenfutter oder sogar Schnittblumen wurden niedriger besteuert, mit nur sieben Prozent.
Es ist ein finanzieller Nachteil nur wegen des Geschlechts.
Paulina stellt fest, dass es kein männliches Äquivalent gibt
Besonders absurd erscheint die bisherige Vorgehensweise, wenn man bedenkt, was für Unannehmlichkeiten das monatliche rote ,,Moin“ sonst noch so mit sich bringt: Schmerzen, dass man sich krümmt, Flecken in der Wäsche. Eine Freundin konnte während ihrer Periode oft nicht in die Schule kommen, da sie sich vor lauter Schmerzen übergeben musste. Und dann auch noch mehr zahlen? Nein danke! Ein männliches Äquivalent gibt es ja nicht. Also müssen Frauen mehr Geld ausgeben als Männer. Es ist ein finanzieller Nachteil nur wegen des Geschlechts. Und das ist schlichtweg unfair.
Ab dem 1. Januar 2020 werden Tampons und Co. dank eines neuen Beschlusses endlich nicht mehr als Luxusprodukte besteuert, sondern wie notwendige Alltagsprodukte mit sieben Prozent. Länder wie Irland oder Malta haben sogar eine Besteuerung von null Prozent auf solche Produkte. Lange Zeit wurde deutschen Politikern vorgeworfen, die hohe Besteuerung sei diskriminierend gegenüber Frauen. Diese wiesen das jedoch immer wieder zurück. Aber: Frauen haben im Schnitt rund 40 Jahre lang ihre Periode und sind gezwungen, Menstruationsprodukte zu kaufen. Läuft bei uns, könnte man sagen.
Verwandte Beiträge
-
Menstruationsprodukte wurden jahrelang wie Luxusprodukte mit 17 Prozent besteuert. Das soll sich ab 2020 nun…
-
Sich verkleiden und für Süßigkeiten um die Häuser ziehen – wie albern. Ja, vielleicht. Aber…
-
Jugendliche aus Deutschland und Frankreich trafen sich, um Ideen für den Frieden zu entwickeln, die…
-
Hypes, Flops und Streits – 2017 ist wahnsinnig viel passiert. Lasst das Jahr mit unserem…
Während man sich ein paar Kekse als süßen Snack für zwischendurch kauft und eine Badebombe für ein klein wenig Entspannung, kann man davon ausgehen, dass man mit Tampons nicht unbedingt eine super Zeit hat. Denn seine Periode zu haben ist kein Luxus. Dennoch wurden Menstruationsprodukte jahrelang wie Luxusprodukte besteuert, will heißen man musste zusätzlich noch 19 Prozent zu dem eigentlichen Preis zahlen. Produkte wie Katzenfutter oder sogar Schnittblumen wurden niedriger besteuert, mit nur sieben Prozent.
Besonders absurd erscheint die bisherige Vorgehensweise, wenn man bedenkt, was für Unannehmlichkeiten das monatliche rote ,,Moin“ sonst noch so mit sich bringt: Schmerzen, dass man sich krümmt, Flecken in der Wäsche. Eine Freundin konnte während ihrer Periode oft nicht in die Schule kommen, da sie sich vor lauter Schmerzen übergeben musste. Und dann auch noch mehr zahlen? Nein danke! Ein männliches Äquivalent gibt es ja nicht. Also müssen Frauen mehr Geld ausgeben als Männer. Es ist ein finanzieller Nachteil nur wegen des Geschlechts. Und das ist schlichtweg unfair.
Ab dem 1. Januar 2020 werden Tampons und Co. dank eines neuen Beschlusses endlich nicht mehr als Luxusprodukte besteuert, sondern wie notwendige Alltagsprodukte mit sieben Prozent. Länder wie Irland oder Malta haben sogar eine Besteuerung von null Prozent auf solche Produkte. Lange Zeit wurde deutschen Politikern vorgeworfen, die hohe Besteuerung sei diskriminierend gegenüber Frauen. Diese wiesen das jedoch immer wieder zurück. Aber: Frauen haben im Schnitt rund 40 Jahre lang ihre Periode und sind gezwungen, Menstruationsprodukte zu kaufen. Läuft bei uns, könnte man sagen.
Verwandte Beiträge
Menstruationsprodukte wurden jahrelang wie Luxusprodukte mit 17 Prozent besteuert. Das soll sich ab 2020 nun…
Sich verkleiden und für Süßigkeiten um die Häuser ziehen – wie albern. Ja, vielleicht. Aber…
Jugendliche aus Deutschland und Frankreich trafen sich, um Ideen für den Frieden zu entwickeln, die…
Hypes, Flops und Streits – 2017 ist wahnsinnig viel passiert. Lasst das Jahr mit unserem…