Mobbing kommt nicht aus der Mode. Das kann man tun

Mobbing-Opfer sehen oft keinen Ausweg. (c) Unsplash
Mobbing-Opfer sehen oft keinen Ausweg. (c) Unsplash
Ein angehender Lehrer sagt, Mobbing werde es immer geben. Gerade durch Social Media kann man sich darauf verlassen. Was können Opfer tun?
Von Joline Latteyer, Klasse 8a, Gymnasium am Bötschenberg, Helmstedt

Lisa ist 15 Jahre alt und hat gerade eine Chemotherapie hinter sich. Sie hatte lange keinen Kontakt zu ihren Freunden. Als sie ohne Haare wieder zurück in ihre Klasse kommt, wird sie von ihren Mitschülern nicht sonderlich nett begrüßt. „Da ist ja die Krebskranke!“, „Wie sieht die denn aus?“, „Die hat ja einen richtigen Glatzkopf“ tönt es. Durch die Chemotherapie ist Lisa sowieso schon psychisch am Ende, aber die für die anderen harmlosen Sprüche geben ihr den Rest.

Mobbing ist, wenn eine Gruppe von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen gegen eine einzelne Person vorgeht. Es kommt meist zu Demütigungen, Verbreitung von Gerüchten, Drohungen oder ständiger Kritik.

Social Media birgt Gefahren

Eine weitere, weit verbreitete, Art des Mobbings ist Cybermobbing. Cybermobbing gehört zu einer der großen Gefahren im Umgang mit dem Internet und den neuen Medien. Beim Cybermobbing kommt es zu Belästigungen, Bedrängungen und Nötigungen anderer Menschen über soziale Netzwerke.

Die Ursachen für Mobbing sind meistens bestimmte Merkmale, wie Übergewicht, die Herkunft, das Aussehen, der Style und vieles mehr. Das Mobbing kann schwere Folgen für seine Opfern nach sich ziehen – sowohl körperliche wie Schlaf-und Appetitlosigkeit als auch psychische wie Depressionen oder Angstzustände.

Ich selber habe Erfahrungen mit Mobbing in der Schule gemacht. Durch das Befragen von Mitmenschen habe ich erfahren, dass Mobbing auch am eigenem Arbeitsplatz, in Peer Groups oder sogar in der eigenen Familie vorkommen kann.

Leider stirbt Mobbing nicht aus

In einem Interview mit einem angehendem Lehrer, der sich mit dem Thema beschäftigt hat, konnte ich einiges erfahren. Wenn man gemobbt wird, sollte man sich auf jeden Fall wehren. Man darf auf keinen Fall stumm da sitzen, denn das bringt der Gruppe an Mobbern nur noch mehr Gründe, nicht damit aufzuhören. Die beste Lösung für das Opfer ist es, sich Hilfe zu suchen. Man sollte versuchen die Eltern oder die Lehrer mit einzuweihen.

Ich fragte den Interviewten, ob er selbst Erfahrung mit Mobbing gemacht habe. Dazu äußerte er sich nicht direkt, aber er sprach viele wichtige Punkte dazu an. Er sagte: „Mobbing gab es immer und das wird es auch immer geben. Nur heute sind die Grenzen und Hemmungen ganz anders als früher.“ Er fügte hinzu: „Durch die sozialen Medien ist das Mobbing auch viel einfacher geworden“. Seiner Meinung nach haben die Wandlung des Familienbildes und andere Erziehungsstile dazu beigetragen. Ich denke, dass Mobbing eine sehr schlimme Art ist, mit Menschen umzugehen, aber trotzdem ist es wichtig, dass man weiß wie man damit umgehen soll.

Beitragsbild: Unsplash

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