In den meisten Schulen beginnt der Unterricht um Acht. Doch kann man um diese Uhrzeit wirklich schon lernen? Die Antworten auf diese Frage sind verschieden
Von Tom Gründges, Klasse 8a, Grashof-Gymnasium Mülheim
Viele Schüler wünschen sich einen Schulbeginn gegen neun Uhr, doch andere argumentieren, dass man durch einen späteren Schulbeginn weniger Freizeit hätte, da sich das Schulende natürlich auch nach hinten verschiebt. Doch vermutlich gewöhnt man sich daran, eine Stunde länger in der Schule zu sein. Dies zeigt sich bei Ganztagsschülern, die nach der Schule trotzdem ihren Hobbies und Freizeitgestaltungen nachgehen können.
Ein organisatorisches Problem ergibt sich hingegen auf Seiten der Eltern: Viele Jugendliche haben berufstätige Eltern, mit denen sie zusammen das Haus verlassen oder von denen sie zur Schule gebracht werden. Bei einem späteren Schulbeginn wären viele Schüler morgens allein zu Hause und für das pünktliche Erreichen der Schule eigenverantwortlich. Dies ist insbesondere für Schüler der Grundschule eine Herausforderung. Da die Schule aber auch später enden würde, wären die Eltern zum Nachmittag hin entlastet. Manche Arbeitgeber ermöglichen auch flexible Arbeitszeiten und die Eltern könnten diese den neuen Unterrichtszeiten anpassen.
Die Vorteile eines späteren Schulbeginns überwiegen jedoch deutlich: Zunächst ist der Biorhythmus von Jugendlichen so ausgelegt, dass das Schlafhormon Serotonin später ausgeschüttet wird, wodurch sie später müde werden und somit auch länger schlafen müssen. Der Schulbeginn um acht Uhr ist somit zu früh, da er nicht dem Biorhythmus angepasst ist.
Untersuchungen zeigen, dass das Ausfallen der ersten Stunde zu besserer Leistung und mehr Konzentration führt. Dies lässt sich anhand der Leistungskurve bei Jugendlichen feststellen, da diese erst ab neun Uhr langsam steigt. Somit würde sich die schulische Leistung mit einem mit einem späteren Schulbeginn möglicherweise verbessern.
Es ist davon auszugehen, dass auch die öffentlichen Verkehrsmittel, die sonst von Berufspendlern und Schülern überfüllt sind, durch eine Verlegung des Schulbeginns entlastet werden könnten. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein späterer Schulbeginn nichts mit Faulenzerei zu tun hat, sondern dass es wissenschaftliche Gründe gibt, eine mögliche Umsetzung wohlwollend im Sinne der Schüler zu prüfen.
Beitragsbild: Pexels
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Es ist davon auszugehen, dass auch die öffentlichen Verkehrsmittel, die sonst von Berufspendlern und Schülern überfüllt sind, durch eine Verlegung des Schulbeginns entlastet werden könnten. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein späterer Schulbeginn nichts mit Faulenzerei zu tun hat, sondern dass es wissenschaftliche Gründe gibt, eine mögliche Umsetzung wohlwollend im Sinne der Schüler zu prüfen.
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