Auf den Bühnen, aber auch hinter den Kulissen kam immer wieder eine Frage zur Sprache. Lohnt es sich JournalistIn zu werden?
Von Julia Sauer
Trotz ihres großen Erfolgs, können sich viele der NachwuchsreporterInnen nicht vorstellen, später hauptberuflich als JournalistIn zu arbeiten. Schließlich gäbe es ja kaum noch Festanstellungen. Und als Freiberufler arbeitet man bestimmt noch mehr als die festangestellten Kollegen, und hat kein festes Gehalt am Monatsende! Resultat: Eine Nachwuchsreporterin beginnt ab Oktober ein Physikstudium, eine andere macht eine Ausbildung in einer Prothesenwerkstatt.
Aber: Journalismus ist doch ein schöner Beruf
Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger, macht den Jugendlichen aber Mut und Lust auf Journalismus: „Der Journalismus ist ein schöner Beruf. Es gibt immer Freiräume und er öffnet Türen, die normalen Menschen nie geöffnet werden“.
Emin Milli, Gründer eines unabhängigen Fernsehsenders aus Aserbaidschan, betont besonders die gesellschaftliche Wichtigkeit von Journalismus: „Journalismus ist unglaublich wichtig. Er kann das Leben von Menschen und das Schicksal eines ganzen Landes verändern und jemanden zur Rechenschaft ziehen.“
Einig sind sich aber alle, dass Schülerzeitungen eine tolle Sache sind. „Ihr seid das Sprachrohr der Schüler eurer Schule“, sagt Martin Winter, der geschäftsführende Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland. Und auch Paul aus Düsseldorf, der mit der Redaktion der Schülerzeitung „SUSpekt“ den zweiten Preis in der Hauptkategorie Gymnasium gewonnen hat, sieht die Wichtigkeit von Schülerzeitungen: „Schülerzeitung zu machen, ist heute so wichtig wie noch nie. Dass junge Leute sich in die Gesellschaft einbringen, ist sehr wichtig für die Demokratie“.
Titelbild: Jugendpresse Deutschland/Annkathrin Weis
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