Die Sikh-Religion ist die fünfte Weltreligion. Trotzdem wissen wir in Deutschland nicht viel über die Sikhs. Ein Berliner Schüler klärt auf.
Von Jaskirat Singh, Klasse 8c, Georg-von-Giesche-Schule Berlin
23 Millionen Menschen weltweit fühlen sich der Sikh-Religion zugehörig. Die meisten von ihnen leben in Indien. Ein männlicher Sikh trägt den Namen Singh (Löwe), eine weibliche Sikh wird Kaur (Prinzessin) genannt. Sikhs dürfen kein Fleisch essen, ebenso dürfen sie ihre Haare nicht schneiden. Ein Sikh darf Pflegeprodukte verwenden, sich aber nicht schminken. Es ist verboten, weil an einem Mensch – so wie Gott ihn geschaffen hat – nichts auszusetzen sein sollte. So, wie Gott einen erschaffen hat, ist es richtig.
Alle Menschen sind gleich
Jeden Sonntag gehen Sikhs in ihr Gotteshaus, den Gurdwara. Nach dem beten wird gemeinsam gegessen. Die kostenlose Mahlzeit nennt man Langar. Dabei sollen alle Sikhs auf dem Boden sitzen. Dies Simuliert die Gleichgestelltheit – kein Mensch ist besser als ein anderer.
Ein Getaufter Sikh muss jeden Morgen fünf Gebete und jeden Abend zwei Gebete beten. Sie müssen sich außerdem an fünf besondere Regeln halten: Kes, Kanga, Kachehra, Kardha und Kirpan.
Die 5 K’s
Kes steht für die ungeschnittenen Haare, Kanga steht für einen Holzkamm, den man immer im Haar trägt, Kachehra steht für eine Spezial-Unterhose, die ein reines Eheleben symboliert, Kharda steht für einen Armreif aus Eisen, den man auch immer bei sich haben muss und Kirpan steht für einen Dolch – auch den muss man immer bei sich tragen. Diese fünf Regeln wurden von Guru Gobind Singh eingeführt, der damals Guru Gobind Rai hieß. Früher gab es nämlich die Namen Singh und Kaur noch nicht.
Ein Buch aus Gold
Ich selber bin jeden Sonntag in so einem Gotteshaus. Es ist 16 Kilometer von meinem zu Hause entfernt, daher gehe ich jeden Sonntag schon um 9:00 duschen, weil wir pünktlich da sein müssen. Im Gotteshaus trägt jeder eine Kopfbedeckung. Es wird aus dem Heiligen Buch Guru Granth Sahib gelesen. Guru Granth Sahib ist ein Prophet für die Sikhs. Im heiligen Buch stehen die Gebete von Guru Gobind Singh und die Regeln, an die man sich halten muss. Es gibt vier von den Gurus Handgeschriebene Guru Granth Sahibs. Alle vier befinden sich in Indien und eins von ihnen ist mit Gold geschrieben. Das Gold wurde eingeschmolzen und dann als Tinte benutzt.
Fleisch, Eier, Fisch, Alkohol, Bier und auch Tabakwaren sind im Gotteshaus nicht erlaubt, da ein Sikh solche Sachen nicht konsumieren darf. Meine Mutter kocht meistens Indisch – aber nur vegetarische Gerichte.
Beitragsbild: flickr.com





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