Wer in Wolfsburg ist, kommt an den berühmten Autotürmen nicht vorbei. Wir warfen einen Blick hinter die Kulissen der imposanten Türme.
Von Rena Williges, Leonie Erhardt, Hanna Vseticek und Chiara Götz, Klasse 7b, Realschule Meinersen
Alles läuft vollkommen automatisiert, ohne Menschenkraft und ohne Steuerung. Nicht einmal eine Krähe kann das System aufhalten, doch bei Bedarf kann auch manuell gesteuert werden. Wie kann das funktionieren? Thomas Dupant, der seit 17 Jahren in den Autotürmen Wolfsburg arbeitet, führt uns in die geheimnisvolle Welt der Autotürme ein.
Die 48 Meter hohen Türme stehen seit Juni 2000 in der Autostadt. Allein die Bau-Planung hat zwei Jahre gedauert – Der Bau selbst dann nochmal drei Jahre. Die Fassade ist komplett aus Glas; die Technik in den Twins hochmodern und digital gesteuert.
Die elektronische Datenverarbeitung des Systems ist zu 99,9 Prozent vor Hackern geschützt. Man kann den Gebäudekomplex sozusagen als das abgefahrenste Wartezimmer für Autos bezeichnen. In die 20 Etagen passen jeweils ungefähr 400 Wagen. Die Autos werden mit einem Lift ein- und aus geliefert. Allein der Lift wiegt mehr als sieben Tonnen und ist zwei Meter pro Sekunde schnell.
Circa 540 Fahrzeuge pro Tag und 129 000 Fahrzeuge pro Jahr werden ein- und ausgeliefert. Bis heute ist noch kein Auto von den Liften gefallen. Dafür sorgen 18 Mitarbeiter, die sich mit der Technik in den Autotürmen befassen.
Das Herz der Autotürme ist das ausgeklügelte Schienensystem, das die Autos zum Kundencenter leitet. Die Plattenwagen, die die Autos transportieren, können eine Höchstgeschwindigkeit von 1,5 Metern pro Sekunde erreichen. Die Autos fahren die 1,6 Kilometer lange Strecke durch den Glastunnel direkt zu ihrem neuen Besitzer ins Kundencenter –und das 363 Tage im Jahr. Nur an Silvester und Weihnachten sind die Autotürme geschlossen.
Beitragsbild: Lars Landmann


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