Was kommt nach der Schule? Das ist eine der häufigsten Fragen, die in der Jugendredaktion auftauchen. Eine oft genannte Antwort: ins Ausland gehen. Damit verbunden ist dann aber eine weitere Frage: Wie macht man das?

funky-Jugendreporter, die ins Ausland gehen werden oder gegangen sind, erzählen in dieser Serie, wie sie es machen. Leonie Wendt entdeckt aktuell Australien.

Land: Australien
Dauer: acht Monate
Klasse: Abi 2018

So ist das organisiert:

Ich habe mich dazu entschieden, mit einer Organisation zu reisen. Von dieser werden nicht nur viele verschiedene Länder, sondern auch unterschiedliche Programme angeboten. Ich mache ein Work-and-Travel-Jahr, da es mir vor allem wichtig ist, viel zu sehen und möglichst viel rumzukommen.

Die Organisation hat mir schon vorher sehr bei der Planung geholfen und vor allem die nervigen Aufgaben abgenommen. Auch nach der Ankunft in Sydney gab es noch mal ein Treffen in dem Büro der Organisation. Dort haben wir ganz viele Informationen bekommen und Hilfe bei unserer Reiseplanung. Zwar würde man so einen Auslandsaufenthalt auch alleine organisiert bekommen, aber so bleibt mir viel Stress und meiner Familie zu Hause die Sorgen erspart.

Bei dem Work-and-Travel-Programm sucht man sich einen Job im Ausland, um dann mit dem verdienten Geld seine Reisemonate zu finanzieren. Ich persönlich habe zwei verschiedene Farmjobs ausprobiert und zusätzlich viel Erspartes aus Deutschland mitgebracht.

Wieso Australien:

Eigentlich wollte ich schon immer für längere Zeit ins Ausland und wenn nicht nach dem Abi, wann dann? Wenn man einmal anfängt zu studieren und zu arbeiten, ist das ja eher schwierig.

Erst war ich hin- und hergerissen zwischen Großbritannien und Australien. Schließlich hat mich dann mein Englischlehrer überzeugt, der meinte, dass ich schon so oft in England war und dort immer wieder hinkann. Australien ist jedoch ein Land, das ich wahrscheinlich nur einmal im Leben bereisen werde.

Außerdem bietet Australien eine Vielfältigkeit wie kaum ein anderes Land. Es gibt traumhafte Strände zum Surfen und Entspannen, tropische Urwälder und Nationalparks für Wanderungen und das Erkunden der Tierwelt, riesige Großstädte für Sightseeing und Partys und natürlich das Outback mit Wüste und dem weltbekannten Ayers Rock.

Abschließen werde ich mein Abenteuer mit einem Monat in Neuseeland, denn wenn man schon mal bis ans andere Ende der Welt fliegt …

Das habe ich mir gewünscht:

Ganz ehrlich? So wirklich geplant hab ich nicht besonders viel. Einfach deshalb, weil es sehr wahrscheinlich ganz anders kommt, als man es vorausschauen kann. Am Ende ist man nicht bei Plan A oder B, sondern vermutlich eher im letzten Drittel des Alphabets angekommen. Ich habe vorher eine Art Bucketlist geschrieben mit Dingen, die ich unbedingt erleben will, und Orten, die ich unbedingt sehen will. Bis jetzt läuft das ganz gut.

Ich glaube, für so einen Auslandsaufenthalt muss man einfach ein bisschen spontan und vielleicht auch hin und wieder etwas waghalsig sein. Was dabei rauskommt, sind viele neue Freunde, tolle Erinnerungen und ein unvergessliches Abenteuer!