Der SV Langendreer 04 hat endlich einen Kunstrasenplatz. Ismet Kavacik und Ulrich Schwenzfeier haben zu den Details Rede und Antwort gestanden
Von Rojhar Nargili, Klasse 8d, Lessing-Gymnasium Bochum

Der Traditionsverein SV Langendreer 04 träumt seit langem von einem modernen Kunstrasenplatz. Mit viel Eigeninitiative unter dem Aufruf „Aktion Zukunft“ wurden die Bemühungen des Vereins belohnt. Nach intensiver Austauschphase mit der Stadt Bochum stand schnell fest, dass alle Träume der 04-Mitglieder wahr werden würden. Ich habe Ismet Kavacik, Mitglied des Jugendvorstandes, sowie Ulrich Schwenzfeier, den Vorsitzenden des Juniorenfußballes, interviewt.

Können Sie Ihre Gefühle schildern, als Sie die Bestätigung für den Bau des Kunstrasenplatzes bekamen?
Das war klasse! Wir haben uns riesig gefreut – Ein Traum ging in Erfüllung. Vor allem nachdem uns zuerst mitgeteilt wurde, dass unser Bauantrag abgelehnt werden würde. Erst nach erneuter Bewertung sind wir dem Ziel näher gekommen, da die Belegung des Hauptplatzes durch unsere große Leichtathletikabteilung berücksichtigt wurde. Dadurch kamen wir dann in der Prioritätenliste weiter nach vorne.

Denken Sie, dass der Umbau der Anlage die sportliche Leistung verändern wird?
Ja definitiv. Im Endeffekt gehen wir davon aus, dass wir dadurch noch attraktiver werden als wir schon sind und dass wir dann natürlich den nächsten Schritt machen können und dies besonders in der Jugendabteilung.
Durch den Kunstrasenplatz können wir den Sportlern ganzjährig optimale Trainings- und auch Spielbedingungen bieten. Zusammen mit unserem Naturrasen gehören wir sicherlich zu den ersten Adressen im Bochumer Osten.

Wie lange hat der Umbau gedauert?
Im Juni haben die Bauarbeiten begonnen und seit dem 12. Dezember 2018 ist der Kunstrasen bespielbar. Das hat ungefähr sechs Monate gedauert.

(c) Aydin Nargili

Wieso hat der Umbau so lange gedauert?
Im Großen und Ganzen haben wir auf den Bauablauf keinen Einfluss gehabt. Entsprechend können wir hierzu keine konkreten Gründe nennen. Sicherlich spielt der zusätzliche Bau des anliegenden Naturrasenspielfeldes, der erst durch unsere Eigeninitiative zusätzlich erstellt wurde, eine Rolle. Jede Platzanlage besitzt ihre Eigenheiten.
Gerüchten nach hat es bei TUS Harpen zum Beispiel noch länger gedauert, weil dort ein Naturschutzgebiet ist.

Was hat es mit dem Aufruf „Aktion Zukunft“ auf sich?
Der Aufruf „Aktion Zukunft“ beschäftigt sich mit der Zukunftsgestaltung unseres Vereins. Unserem Ermessen nach ist es höchste Zeit sich als Verein zukunftsorientiert aufzustellen, um den wachsenden Anforderungen unserer Mitglieder und der Umwelt gerecht zu werden. Die Grundlage hierzu bilden unsere Kinder und Jugendliche, die wir fußballerisch ausbilden, damit diese später in unseren Seniorenteams zum Einsatz kommen.

Wie viel Euro hat die Sanierung gekostet?
In erster Linie muss man den Umbau vom Ascheplatz und die Erstellung des Naturrasenkleinspielfelds trennen. Den Kunstrasen hat die Stadt finanziert – Diese Zahlen kennen wir nicht. Wir haben nur den Bau des Naturrasenkleinspielfelds selbst finanziert und die Kosten liegen im sechsstelligen Bereich.

Woher kommt das ganze Geld?
Im Rahmen der „Aktion Zukunft“ konnten über viele Aktionen wie das Spiel gegen die Traditionsmannschaft von Schalke und einen Spendenlauf finanzielle Mittel gesammelt werden. Weiterhin konnten wir uns über zahlreiche Spender im Rahmen des Verkaufs von Patenschaften von Kunstrasenparzellen freuen.

Welche Firma war für die Sanierung zuständig?
Für den Bau des Kunstrasens, für den die Stadt zuständig war, wissen wir es leider nicht. Für den Bau des Naturrasenkleinspielfeldes war die Firma Sachse Sportplatzbau GmbH aus Witten zuständig.

Denken Sie, dass der SV Langendreer 04 die beste Anlage in Bochum hat?
Durch den Umbau können wir unseren Spielern mit einem Kunstrasen, einem Naturrasenstadion und einem Naturrasenkleinspielfeld ideale Trainings- und Spielbedingungen bieten. Diese Bedingungen können nicht viele andere Bochumer Vereine anbieten.

Werden neue Spieler wegen der nagelneuen Anlage dem Verein beitreten?
Das ist natürlich die Frage. In der Vergangenheit sind Mitglieder wegen dem fehlenden Kunstrasen zu anderen Vereinen gewechselt. Jetzt können wir modernste und ganzjährig konstante Bedingungen bieten. Wir hoffen mit unserem Angebot auch neue Mitglieder anzulocken.

Beitragsbild: Adam Frazier via Unsplash