Was kommt nach der Schule? Das ist eine der häufgsten Fragen, die in der Jugendredaktion auftauchen. Eine oft genannte Antwort darauf: Ins Ausland gehen, verbunden mit einer weiteren Frage. Wie macht man das?

funky-Jugendreporter, die ins Ausland gehen werden oder gegangen sin, erzählen in dieser Serie, wie sie es machen. Als zweites ist Clara Verstl an der Reihe, die für zehn Monate nach Argentinien geht.

Land: Argentinien
Dauer: 10 Monate
Klasse: 10

So ist es organisiert:

Mein gesamtes Auslandsjahr wird von einer Organisation geplant und organisiert, die ich mir im Voraus mit meinen Eltern zusammen ausgesucht habe. Zuerst hatte ich ein Interview und musste ein paar Fragen wie „Was sind deine Hobbys?“ oder „Möchtest du gerne Geschwister in deiner Gastfamilie?“ beantworten. Dann musste ich unendlich viele Formulare ausfüllen, die von der Organisation bearbeitet und weitergeleitet wurden. Ist das geschafft, übernimmt die Organisation die Planung und fragt Gastfamilien und Flüge an. Ich werde darüber immer auf dem Laufenden gehalten. Zwei Monate bevor es schließlich losgeht, findet noch ein Vorbereitungswochenende statt, an dem wir Schüler genauere Infos und Tipps zum Thema „Leben im Ausland“ erhalten.

Mein Auslandsjahr finanzieren wir privat, allerdings gibt es auch viele Organisationen, die jährlich Stipendien für Schüler anbieten, die ein Auslandsjahr machen möchten.

Wieso Argentinien?

Nachdem ich wusste, dass ich ein Auslandsjahr machen möchte, war mir allerdings noch gar nicht klar, wohin es gehen soll. Zuerst wollte ich nach Kanada. Dann nach Neuseeland, oder doch lieber in die USA? Bis ich dann auf eine Organisation stieß, die Schüler für ihr Auslandsjahr nach Argentinien schickt. Ich wurde sofort neugierig. Zunächst habe ich mir ziemlich viele Erfahrungsberichte von Schülern, die bereits dort waren, durchgelesen. Als ein Freund von mir, der ebenfalls in Argentinien war, begeistert davon berichtete, war auch ich Feuer und Flamme. Die Kultur, die Natur und die Berichte des Freundes haben mich auf einmal fasziniert. Auch die Sprache Spanisch mochte ich schon immer gern und habe sie seit der 6. Klasse als Unterrichtsfach.

Das wünsche ich mir:

Nach Argentinien zu gehen, ist für mich ein großer Schritt, jedoch möchte ich auch keine zu großen Erwartungen haben. Ich hoffe natürlich, dass ich dort eine tolle Zeit verbringen werde und mich am Ende des Jahres problemlos auf Spanisch verständigen kann. Dass ich unvergessliche Momente erlebe und viele neue und nette Menschen kennenlerne, hoffe ich natürlich auch. Aber alles andere lasse ich auf mich zukommen.