Pen-&-Paper-Rollenspiele – was ist das?

fünf Männer spielen ein Pen-&-Paper-Rollenspiel
Und so sieht das dann aus, wenn sich Simon, Budi, Etienné und Nils bei Rocket Beans TV in fantasierte Welten stürzen
Für Pen-&-Paper-Rollenspielen führte der Weg zum Hype über YouTube. Doch was ist das eigentlich?

„Würfel mal W20 auf Schaden – ist um 30 erschwert.“ – Zugegeben: Die Welt des Pen-&-Paper-Rollenspiels mag auf Außenstehende immer noch etwas verschroben wirken. Dabei befindet sich das Nischenhobby gerade auf dem schnellsten Weg in den popkulturellen Mainstream – befeuert unter anderem durch erfolgreiche YouTube-Formate.

Wie Videogames nur im real life

Im Grunde kann man sich eine Pen-&-Paper-Runde wie ein Videospiel-Abenteuer ohne Bildschirm und Controller vorstellen. Statt vor einem Monitor sitzen die Spieler an einem Tisch, bewaffnet nur mit ein paar Würfeln, Stift und Papier sowie ganz altmodisch: der eigenen Fantasie. Als Medium dient den Spielern dabei der sogenannte Gamemaster, der sie durch die Geschichte führt, indem er ihnen Schauplätze und Ereignisse beschreibt, andere Charaktere verkörpert oder Rätsel aufgibt.

Wie in einem Videospiel schlüpfen die Spieler dann in fiktive Rollen, mit denen sie das Abenteuer bestreiten. Diese Charaktere sind, je nach Spielwelt, mit bestimmten Eigenschaften und Fähigkeiten ausgestattet, die darüber entscheiden, wie gut sie sich zum Beispiel bei etwaigen Kämpfen oder Interaktionen mit anderen Figuren anstellen.

Vom Küchentisch nach Walhalla

Auf YouTube erlebt das Hobby momentan einen kleinen Hype, denn immer mehr Menschen stellen ihre eigenen Pen-&-Paper-Runden ins Netz. Der Internetsender Rocket Beans TV hat daraus sogar ein ganzes Format gemacht: Hunderttausende schauen auf YouTube oder Twitch dabei zu, wenn die Moderatoren Eddy, Simon, Budi und Nils sich mit Spielleiter Hauke am Tisch versammeln und drei, vier Stunden lang gemeinsam gegen Untote kämpfen, als Wikinger den Weg nach Walhalla beschreiten oder im viktorianischen Herrenhaus dem Geheimnis der verschwundenen Haushälterin auf die Spur kommen. Klickzahlen von über einer Million bestätigen: Pen-&-Paper-Rollenspiele sind dem Nischendasein entkommen.

Als typisches Opfer des „Irgendwas mit Medien“-Syndroms war es für mich seit Langem klar, dass mich mein Weg früher oder später in die Welt des Journalismus führen würde. Zum Glück war in der funky-Redaktion noch Platz für mich. Denn schon immer wollte ich in einem Job arbeiten, in dem ich mich täglich mit neuen Themen beschäftige und dabei immer etwas Neues dazulernen kann. Nachdem mir schon mein Praktikum in der Jugendredaktion sehr gut gefallen hat, freue ich mich jetzt auch als Volontär für funky schreiben zu dürfen.