Der Borkenkäfer hat im letzten Jahr starke Schäden in den Nordrhein-Westfälischen Wäldern angerichtet und wird auch in diesem Jahr wieder zuschlagen.
Von Benedikt Schäfer, Jacob Wahl, Robin Gelbach, Klasse 8c, Johannes-Althusius-Gymnasium Bad Berleburg-Elsoff

Der Borkenkäfer machte im heißen Sommer des letzten Jahres die heimischen Wälder in Nordrhein-Westfalen sehr kaputt. Viele Flächen mussten großflächig abgeholzt werden. Der Holzpreis ist sehr tief gesunken. Für einen Festmeter von „Käferholz“ werden noch 30 Prozent vom ursprünglichen Preis abgezogen. Die Sägewerke sind im Moment so überfüllt, dass diese so schnell gar kein Holz mehr aufnehmen können.

Das Schadholz, was schon am Wegesrand liegt, muss so schnell es geht aus dem Wald. Sonst fliegen die neuen Käfer aus der Rinde wieder aus und befallen weiter die umliegenden Bäume.

Es gibt zwei Arten von Borkenkäfern: den Buchdrucker und den Kupferstecher. Der Buchdrucker bohrt sich unten in den Baum und der Kupferstecher oben. Die einzige Möglichkeit des Baumes, den Angriff der Borkenkäfer abzuwehren, ist, den Druck des Harzes im ganzen Baum zu erhöhen. Dadurch tritt aus den Bohrlöchern das Harz aus und der Schädling stirbt daran.

Es gibt noch andere Möglichkeiten, wie man den Borkenkäferbestand verringern kann. Eine ist, dass man in einem sehr stark befallenen Bestand eine Borkenkäferfalle aufstellt. Diese Falle hat außen ein Netz mit Insektengift. Innen drin hängt ein Lockstoff, der die Käfer anlockt. Wenn der Borkenkäfer außen auf das Netz fliegt, dann nimmt er automatisch das Gift auf und stirbt nach einer kurzen Zeit.

Auch das Wetter kann dazu beitragen, dass der Borkenkäferbestand abnimmt. Dafür muss das Klima sich immer wieder ändern. Mal warm und sonnig und dann wieder kalt und regnerisch – So mögen es die Käfer ihr Wetter gar nicht.

Die Fachleute überlegen sich schon jetzt, wie die Wälder sich in den nächsten Jahren verändern werden. Sie meinen, dass die Bäume, die zukünftig angepflanzt werden, an den Klimawandel angepasst werden müssen. Dann werden zum Beispiel japanische Sicheltannen, Mammutbäume oder Esskastanien angepflanzt. Aber jetzt ist schon klar, dass der Borkenkäfer immer mehr des heimischen Waldes vernichten wird.

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