Digitalisierung und WLAN auf dem Schulgelände klingen verlockender, als sie tatsächlich sind. Denkt doch mal an die sozialen und finanziellen Aspekte!
Von Frida Kalkühler, Klasse  8b, Graf-Engelbert-Schule Bochum

In vielen Schulen Deutschlands wird mittlerweile digitaler Unterricht durchgeführt: Tablets, Whiteboards und mehr Computer werden angeschafft, um die Digitalisierung der Schulen auszubauen. Doch dazu brauchen sie WLAN, um zum Beispiel im Internet Recherchen anzustellen oder Videos zu zeigen. Auch bei uns an der Schule wird überlegt, WLAN einzurichten.

Ich persönlich bin dagegen. Gegen WLAN in der Schule spricht, dass die Schülerinnen und Schüler, wenn es überall auf dem Schulgelände WLAN gäbe, noch mehr Zeit mit den digitalen Medien verbringen würden. Das könnte zu Konzentrationsschwierigkeiten, Ablenkung und zu einer höheren Suchtgefahr führen. Außerdem würde die Gesellschaft unter den Bedingungen leiden, denn die Kinder würden sich zum Beispiel in den Pausen nur noch alleine mit dem Handy beschäftigen und nicht mehr zusammen spielen, essen oder quatschen.

Wir sind schon privat genug digitalisiert

Ein weiteres Argument gegen WLAN in der Schule sind die Kosten, die durch die Anschaffung verursacht würden. Es muss erst einmal die Hardware gekauft und installiert werden, damit das ganze Schulgelände mit dem WLAN versorgt wird.
Sicherlich kann man einwenden, dass sich die Schülerinnen und Schüler auf die digitalisierte Berufswelt vorbereiten müssen. Jedoch denke ich, dass die Kinder bereits sehr gut mit den digitalen Medien umgehen können, denn sie haben schon ihr ganzes Leben lang mit diesen Medien zu tun und sind so auch ohne digitalen Unterricht auf die Nutzung von Handys und Laptops in der Berufswelt vorbereitet.

Falls sich die Schule tatsächlich für die Anschaffung entscheidet, fände ich es gut, wenn wenigstens nur die Lehrer das WLAN benutzen dürften, um den Unterricht abwechslungsreicher gestalten zu können.

Beitragsbild: Gaelle Marcel via Unsplash