„Was eine wilde Truppe!“ – Praktikum in der Grundschule

bunte Schliessfaecher
An einer Grundschule geht es wilder zu, als manch einer denkt (c) more hsu via Unsplash
Schon an einem einzigen Tag Praktikum an der Grundschule macht sich bemerkbar, was für starke Nerven man für diesen Job braucht.
Von Matti Kamp, Klasse 8a, Graf-Engelbert-Schule Bochum

Ein lautes Klingeln ertönt und ich weiß, jetzt muss ich raus. Alle Kinder springen schlagartig auf und rennen wie vom Blitz getroffen aus dem Klassenraum. „Was eine wilde Truppe“, denke ich mir und gehe mit ihnen hinaus auf den Schulhof, wo es nicht unbedingt leiser ist als im Schulgebäude. Überall Kinder, die Fußball, Tischtennis und andere Sachen spielen. „Ich mache drei Kreuze, wenn meine Ohren den heutigen Tag heil überstehen“, verspreche ich mir.

Am Dienstag, den 12. Februar, habe ich ein eintägiges Praktikum an der Don-Bosco-Schule in Bochum gemacht. Am Vormittag schaute ich mir den Unterricht an. Am Nachmittag betreute ich die Kinder und half ihnen bei den Hausaufgaben. Mein Tag begann um 07.45 Uhr mit Fluraufsicht. Danach schaute ich mir für vier Schulstunden den Unterricht in einer vierten Klasse an – darunter Fächer wie Deutsch, Mathe und Sachunterricht.

Nach den ersten zwei, eher ruhigen Stunden gab es eine Pause und als diese vorbei war, ging es weiter mit den nächsten zwei Stunden. Anschließend durfte ich für zwei Stunden Deutschunterricht für ausländische Kinder in der ersten und vierten Klasse machen. Als die sechs Schulstunden vorbei waren, ging ich mit einigen Kindern zum Essen in die Schul-Cafeteria und half ihnen anschließend bei den Hausaufgaben.

Alles in allem war der Tag, trotz der Lautstärke, extrem toll und ich weiß jetzt, welchen Beruf ich mir später mal etwas genauer angucken könnte: Grundschullehrer!

Beitragsbild: moren hsu via Unsplash

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