Die Wochen, die man während der Schulzeit mit einem Betriebspraktikum verbringt, sind gut investierte Zeit. Denn so kann man herausfinden, was man später beruflich machen will – und was auf keinen Fall.
Von Hannah Pieper

Auch wenn das Schülerpraktikum Pflicht ist und schulische Pflichtveranstaltungen eigentlich nicht wirklich Spaß machen, kann man zwei oder drei Wochen Schülerpraktikum ganz gut aushalten. Man hat keine Schule und somit auch keine Hausaufgaben. Und wenn man Glück hat, muss man noch nicht einmal schon um 8 Uhr im Betrieb sein. Bei vielen Schülerpraktika muss man erst um 9 Uhr da sein, manche Schüler dürfen sogar noch später beginnen.

Das einzig Lästige ist, dass man in der Regel einen Praktikumsbericht schreiben oder einen Vortrag über das Praktikum halten muss, der dann auch noch bewertet wird. Diese Arbeiten machen meistens auch einen großen Anteil einer gesellschaftswissenschaftlichen Note aus. Mein Praktikumsvortrag wird 50 Prozent der Politiknote ausmachen.

Freut euch!

Sollte man sich dann wirklich auf das Praktikum freuen? Ja, das sollte man! Es besteht zwar auch die Möglichkeit, dass einem das Praktikum nicht gefällt oder dass man gar nicht richtig in den Beruf reinschnuppern kann, weil man nur typische Praktikantenarbeit verrichten muss, wie Kaffeekochen oder Kopieren. Aber keine Sorge, die meisten Betriebe bemühen sich, sinnvolle Arbeit für ihre Schülerpraktikanten zu finden. Es gibt auch immer noch die Besuche von Lehrkräften, meist von dem Klassenlehrer, die sicherstellen sollen, dass man nicht ausgenutzt wird.

Egal ob man merkt, dass die Arbeit einem superviel Spaß macht, oder ob man feststellt, dass der vermeintliche Traumberuf eigentlich total öde ist: Durch das Praktikum kann man einige Erkenntnisse zum Thema „Was will ich später mal werden?“ gewinnen. So ein Schülerpraktikum ist auf jeden Fall eine super Erfahrung.

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