In der Kreisleitstelle der feuerwehr Recklinghausen ist immer jemand erreichbar, falls es uns schlecht geht. Wir sprachen mit dem Leiter, Sven Wehrhagen.
Von Elin und Laureen, Klasse 4c, Anton-Wiggermann-Schule, Recklinghausen

Was ist eigentlich die Kreisleitstelle? Wenn jemand, der im Kreis Recklinghausen wohnt, die 112 wählt, kommt sein Notruf bei der Kreisleitstelle an. Die alarmiert dann die Feuerwehr oder den Rettungsdienst der jeweiligen Stadt. Aber stellt euch mal vor, ihr könntet niemanden erreichen, obwohl ihr in einer Notsituation seid. „Das kann natürlich nicht passieren, denn die Leitstelle ist ganz sicher immer erreichbar“, so Sven Wehrhagen, der Leiter der Kreisleitstelle. Er hat uns an einem Nachmittag hinter die Kulissen der Kreisleitstelle blicken lassen und uns einige Fragen beantwortet.

Welchen Schulabschluss muss ich haben, um bei der Leitstelle zu arbeiten?

Es kommt nicht auf einen speziellen Schulabschluss an. Erst muss man einen handwerklichen Beruf erlernen. Dann fängt man, verbunden mit vielen Qualifikationslehrgängen, bei der Feuerwehr an. Danach ist eine Bewerbung bei der Kreisleitstelle möglich. Hier sind auch viele Qualifikationslehrgänge zu bestehen.

Wie viele Stunden muss ein Mitarbeiter arbeiten?

Ein Mitarbeiter muss in der Regel 24 Stunden pro Schicht arbeiten. Bei Personalnot kann es aber auch schon einmal etwas mehr werden.

In der Schule haben wir bei unserer Sachunterrichts-Referendarin kürzlich schon die fünf W-Wörter für einen Notruf (Wo? Was? Wie viele Personen? Welche Art der Erkrankung/Verletzung? Warten auf Rückfragen) gelernt. Aber wie geht es dann bei Ihnen vor Ort weiter?

Wenn wir wissen, was passiert ist und in welcher Stadt es passiert ist, wird der Notruf in eine von drei Kategorien eingeteilt: 1. Es wird nur ein Krankentransport benötigt (für einen „einfachen“ Transport), 2. Es wird nur ein Rettungswagen benötigt (zum Beispiel bei einem gebrochenen Arm) oder 3. Es werden ein Rettungswagen und ein Notarzt benötigt (z.B. bei einem Herzinfarkt).

In welcher Jahreszeit gehen die meisten Anrufe ein?

Zu Weihnachten oder Silvester oder bei besonderen Wetterereignissen wie Sturm, Starkregen oder Hitzeperioden gehen die meisten Anrufe ein.

Beitragsbild: M. Terwellen/ Kreisleitstelle